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Kapitel 3. Installationsverfahren für Gastbetriebssysteme

3.1. Installation von Red Hat Enterprise Linux 5 als paravirtualisierter Gast
3.2. Installation von Red Hat Enterprise Linux als voll virtualisierter Gast
3.3. Installation von Windows XP als voll virtualisierter Gast
3.4. Installation von Windows Server 2003 als voll virtualisierter Gast
3.5. Installation von Windows Server 2008 als voll virtualisierter Gast
This chapter covers how to install various guest operating systems in a virtualized environment on Fedora. To understand the basic processes, refer to Kapitel 2, Überblick über die Installation virtualisierter Gäste.

3.1. Installation von Red Hat Enterprise Linux 5 als paravirtualisierter Gast

Dieser Abschnitt beschreibt die Installation eines paravirtualisierten Red Hat Enterprise Linux 5 Gasts. Paravirtualisierung ist schneller als volle Virtualisierung, unterstützt dabei jedoch sämtliche Vorzüge der vollen Virtualisierung. Paravirtualisierung erfordert einen speziellen, unterstützten Kernel, den kernel-xen-Kernel.

Wichtige Anmerkung zur Paravirtualisierung

Paravirtualisierung funktioniert nur mit dem Xen-Hypervisor. Paravirtualisierung funktioniert nicht mit dem KVM-Hypervisor.
Vergewissern Sie sich, dass Sie über Root-Rechte verfügen, bevor Sie mit der Installation beginnen.
Dieses Verfahren installiert Red Hat Enterprise Linux von einem Remote-Server. Die in diesem Abschnitt beschriebenen Installationsanweisungen ähneln denen für die Installation von der Live-CD-ROM für Minimalinstallation.
Create para-virtualized Red Hat Enterprise Linux 5 guests using virt-manager or virt-install. For instructions on virt-manager, refer to the procedure in Abschnitt 2.2, „Erzeugen von Gästen mit virt-manager“.
Erzeugen Sie einen paravirtualisierten Gast mit dem Befehlszeilen-Tool virt-install. Durch die Option --vnc wird die grafische Installation gestartet. Der Name des Gasts lautet in diesem Beispiel rhel5PV, die Abbildatei ist rhel5PV.dsk und ein lokaler Spiegelserver des Red Hat Enterprise Linux 5 Installationsbaums ist ftp://10.1.1.1/trees/CentOS5-B2-Server-i386/. Ersetzen Sie diese Werte passend für Ihr System und Ihr Netzwerk.
# virt-install -n rhel5PV -r 500 \
-f /var/lib/libvirt/images/rhel5PV.dsk -s 3 --vnc -p \
-l ftp://10.1.1.1/trees/CentOS5-B2-Server-i386/

Automatische Installation

Red Hat Enterprise Linux kann ohne grafische Oberfläche oder manuelle Eingaben installiert werden. Verwenden Sie Kickstart-Dateien, falls Sie die Installation automatisieren möchten.
Unabhängig von der gewählten Methode öffnet sich nun das folgende Fenster und zeigt die ersten Boot-Phasen Ihres Gasts:
Nachdem Ihr Gast den initialen Boot abgeschlossen hat, beginnt nun der Standardinstallationsprozess für Red Hat Enterprise Linux. Für die meisten Installationen können dabei die Standardantworten übernommen werden.
Prozedur 3.1. Installationsprozess für paravirtualisierten Red Hat Enterprise Linux Gast
  1. Wählen Sie die gewünschte Sprache und klicken Sie auf OK.
  2. Wählen Sie das gewünschte Tastatur-Layout und klicken Sie auf OK.
  3. Weisen Sie dem Gast eine Netzwerkadresse zu. Sie können zwischen DHCP (wie unten gezeigt) oder einer statischen Adresse wählen:
  4. Falls Sie DHCP für Ihren Gast gewählt haben, wird der Installationsprozess nun versuchen, eine IP-Adresse für Ihren Gast zu beziehen:
  5. Falls Sie eine statische IP-Adresse für Ihren Gast gewählt haben, erscheint die nachfolgend gezeigte Eingabeaufforderung. Geben Sie hier die Details der Gast-Netzwerkkonfiguration ein:
    1. Geben Sie eine gültige IP-Adresse ein. Stellen Sie sicher, dass die eingegebene IP-Adresse den Installations-Server mit dem Installationsbaum erreichen kann.
    2. Geben Sie eine gültige Subnetzmaske, das Standard-Gateway und die Name-Server-Adresse ein.
    Wählen Sie die gewünschte Sprache und klicken Sie auf OK.
  6. Sehen Sie nachfolgend ein Beispiel für eine Konfiguration mit statischer IP-Adresse:
  7. Der Installationsprozess ruft nun die benötigten Dateien vom Server ab:
Sobald die ersten Schritte fertiggestellt sind, startet der grafische Installationsprozess.
Falls Sie eine Beta- oder Vorabversion installieren, müssen Sie bestätigen, dass Sie das Betriebssystem wirklich installieren wollen. Klicken Sie Trotzdem installieren und klicken anschließend auf OK:
Prozedur 3.2. Der grafische Installationsprozess
  1. Geben Sie einen gültigen Registrierungsschlüssel ein. Falls Sie einen gültigen RHN-Abonnementsschlüssel besitzen, geben Sie diesen im Feld Installationsnummer ein:

    Note

    Falls Sie den Schritt zur Registrierung überspringen, können Sie nach abgeschlossener Installation Ihre Fedora Account-Details mit Hilfe des rhn_register-Befehls bestätigen. Der rhn_register-Befehl erfordert Root-Rechte.
    # rhn_register
    
    
  2. Die Installation fordert Sie nun auf zu bestätigen, dass alle Daten in dem Speicher, den Sie für die Installation ausgewählt haben, gelöscht werden sollen:
    Klicken Sie auf Ja, um fortzufahren.
  3. Überprüfen Sie noch einmal die Speicherkonfiguration und das Partitions-Layout. Sie können ebenfalls die fortgeschrittene Speicherkonfiguration auswählen, falls Sie iSCSI für Gastspeicher verwenden wollen:
    Treffen Sie Ihre Auswahl und klicken auf Weiter.
  4. Bestätigen Sie den ausgewählten Speicher für die Installation.
    Klicken Sie auf Ja, um fortzufahren.
  5. Konfigurieren Sie als Nächstes das Netzwerk und den Host-Namen. Diese Einstellungen werden mit den Daten, die Sie zuvor im Installationsprozess eingegeben haben, vorausgefüllt. Sie können diese Einstellungen jedoch ändern, falls notwendig.
    Klicken Sie auf OK, um fortzufahren.
  6. Wählen Sie die richtige Zeitzone für Ihren Standort aus:
  7. Wählen Sie ein Root-Passwort für Ihren Gast.
    Klicken Sie auf Weiter, um fortzufahren.
  8. Wählen Sie die zu installierenden Software-Pakete. Wählen Sie die Schaltfläche Jetzt anpassen. Sie müssen das kernel-xen-Paket im System-Verzeichnis installieren. Das kernel-xen-Paket ist Voraussetzung für die Paravirtualisierung.
    Klicken Sie auf Weiter.
  9. Abhängigkeiten und Speicherplatzvoraussetzungen werden ermittelt.
  10. Nachdem die Installationsabhängigkeiten und Speicherplatzvoraussetzungen überprüft wurden, klicken Sie auf Weiter, um die eigentliche Installation zu starten.
  11. Alle ausgewählten Software-Pakete werden automatisch installiert.
  12. Nachdem die Installation abgeschlossen ist, müssen Sie den Gast neu starten:
  13. Der Gast wird nicht neu starten, sondern herunterfahren.
  14. Boot the guest. The guest's name was chosen when you used the virt-install in Abschnitt 3.1, „Installation von Red Hat Enterprise Linux 5 als paravirtualisierter Gast“. If you used the default example the name is rhel5PV.
    Geben Sie ein:
    virsh reboot rhel5PV
    
    Alternativ können Sie virt-manager öffnen, den Namen Ihres Gasts auswählen, auf Öffnen und danach auf Ausführen klicken.
    Es öffnet sich daraufhin ein VNC-Fenster, das die Boot-Prozesse des Gasts anzeigt.
  15. Beim Hochgefahren des Gasts startet der First Boot-Konfigurationsbildschirm. Dieser Assistent wird Sie durch einige grundlegende Konfigurationsschritte für Ihren Gast führen:
  16. Zuerst müssen Sie die Lizenzvereinbarung lesen und dieser zustimmen.
    Klicken Sie im Fenster der Lizenzvereinbarung auf Weiter.
  17. Konfigurieren Sie als Nächstes die Firewall.
    Click Forward to continue.
    1. Falls Sie die Firewall deaktivieren, müssen Sie diese Entscheidung noch einmal bestätigen. Klicken Sie auf Ja, um zu bestätigen und fortzufahren.
  18. Konfigurieren Sie als Nächstes SELinux. Es wird dringend empfohlen, SELinux im Enforcing-Modus auszuführen. Sie können SELinux jedoch auch im Permissive-Modus ausführen oder vollständig deaktivieren.
    Click Forward to continue.
    1. Falls Sie SELinux deaktivieren, wird diese Warnung angezeigt. Klicken Sie Ja, um SELinux zu deaktivieren.
  19. Aktivieren Sie kdump, falls nötig.
    Click Forward to continue.
  20. Bestätigen Sie, dass Uhrzeit und Datum korrekt für den Gast eingestellt wurden. Wenn Sie einen paravirtualisierten Gast installieren, sollten Uhrzeit und Datum synchron mit dem Hypervisor sein.
    Click Forward to continue.
  21. Richten Sie Software-Aktualisierungen ein. Falls Sie ein Fedora Network Abonnement haben oder eine Testversion ausprobieren möchten, können Sie auf dem unten gezeigten Bildschirm Ihren neu installierten Gast in RHN anmelden:
    Click Forward to continue.
    1. Bestätigen Sie Ihre Auswahl für RHN.
    2. Wenn das Setup abgeschlossen ist, sehen Sie ggf. noch einen weiteren Bildschirm, wenn Sie sich zu diesem Zeitpunkt gegen RHN entschieden haben. Sie werden keine Software-Aktualisierungen erhalten.
      Klicken Sie auf Weiter.
  22. Erstellen Sie ein nicht privilegiertes (nicht-Root) Benutzerkonto. Es wird empfohlen, dass Sie für normale Tätigkeiten aus Sicherheitsgründen ein nicht privilegiertes Benutzerkonto anlegen. Geben Sie den Benutzernamen, Namen und Passwort ein.
    Klicken Sie auf Weiter.
  23. Wenn ein Audiogerät entdeckt wird und Sie Audioausgabe benötigen, kalibrieren Sie das Gerät. Schließen Sie den Vorgang ab und klicken auf Weiter.
  24. Falls Sie zusätzliche Software-Pakete von CD installieren möchten, können Sie dies in diesem Bildschirm tun. Es ist oft effizienter, zu diesem Zeitpunkt noch keine zusätzliche Software zu installieren sondern diese später mit yum hinzuzufügen. Klicken Sie auf Fertigstellen.
  25. Der Gast konfiguriert nun alle von Ihnen vorgenommenen Einstellungen und fährt mit dem Boot-Vorgang fort.
  26. Der Red Hat Enterprise Linux 5 Anmeldebildschirm erscheint. Melden Sie sich mit dem Benutzerkonto an, das Sie in den vorangegangenen Schritten erstellt haben.
  27. Sie haben nun erfolgreich einen paravirtualisierten Red Hat Enterprise Linux 5 Gast installiert.