Product SiteDocumentation Site

Kapitel 10. Gästeverwaltung mit Hilfe von xend

Der xend-Daemon führt gewisse Systemverwaltungsfunktionen durch, die im Zusammenhang mit virtuellen Maschinen stehen. Dieser Daemon kontrolliert die virtualisierten Ressourcen, demnach muss xend laufen, um mit den virtuellen Maschinen interagieren zu können. Bevor Sie xend starten, müssen Sie die Betriebsparameter angeben, indem Sie die xend-Konfigurationsdatei xend-config.sxp, die sich im Verzeichnis etc/xen befindet, bearbeiten. Nachfolgend finden Sie die Parameter, die Sie in der Konfigurationsdatei xend-config.sxp aktivieren oder deaktivieren können:
Element Description
(console-limit)
Bestimmt das Arbeitsspeicher-Pufferlimit xend_unix_server des Konsolenservers und weist Werte auf einer pro-Domain-Basis zu.
(min-mem)
Bestimmt die minimale Anzahl an Megabytes, die für domain0 reserviert werden (wenn Sie 0 eingeben, ändert sich der Wert nicht).
(dom0-cpus)
Bestimmt die Zahl der von domain0 verwendeten CPUs (mindestens 1 CPU wird standardmäßig zugewiesen).
(enable-dump)
Bestimmt, dass im Falle eines Absturzes ein Dump aktiviert wird (Standard ist 0).
(external-migration-tool)
Bestimmt das Skript oder die Anwendung, die die externe Gerätemigration handhabt (die Skripte müssen sich in etc/xen/scripts/external-device-migrate befinden).
(logfile)
Bestimmt den Ort der Protokolldatei (standardmäßig /var/log/xend.log).
(loglevel)
Filtert die Werte des Protokollmodus aus: DEBUG, INFO, WARNING, ERROR oder CRITICAL (standardmäßig DEBUG).
(network-script)
Bestimmt das Skript, welches die Netzwerkumgebung aktiviert (Skripte müssen sich im Verzeichnis etc/xen/scripts befinden).
(xend-http-server)
Aktiviert den HTTP-Stream Paket-Management-Server (standardmäßig "no").
(xend-unix-server)
Aktiviert den UNIX Domain-Socket-Server, welcher ein Socket-Server ist ein Kommunikationsendpunkt, der Lowlevel-Netzwerkverbindungen handhabt und einkommende Verbindungen akzeptiert oder abweist. Der standardmäßige Wert ist Yes.
(xend-relocation-server)
Aktiviert den Migrations-Server für maschinenübergreifende Migrationen (standardmäßig "no").
(xend-unix-path)
Bestimmt den Ort, an dem der Befehl xend-unix-server Daten ausgibt (standardmäßig var/lib/xend/xend-socket)
(xend-port)
Bestimmt den Port, den der HTTP-Management-Server verwendet (standardmäßig 8000).
(xend-relocation-port)
Bestimmt den Port, den der Migrations-Server verwendet (standardmäßig 8002).
(xend-relocation-address)
Bestimmt die Host-Adressen, die zur Migration zugelassen sind. Der Standardwert ist der Wert der xend-address.
(xend-address)
Bestimmt die Adresse, mit der sich der Domain-Socket-Server verbindet. Der standardmäßige Wert erlaubt alle Verbindungen.
Tabelle 10.1. xend-Konfigurationsparameter

Nach dem Einrichten dieser Betriebsparameter sollten Sie überprüfen, dass xend läuft. Sollte dies nicht der Fall sein, initialisieren Sie den Daemon. Sie können den xend-Daemon am Kommandozeilenprompt starten, indem Sie Folgendes eingeben:
service xend start

Sie können xend auch dazu verwenden, den Daemon zu stoppen:
service xend stop

Dies beendet das Ausführen des Daemon.
Sie können mit xend den Daemon erneut starten:
service xend restart

Der Daemon startet erneut.
Und Sie können den Status des xend-Daemon überprüfen.
service xend status

Die Ausgabe zeigt den Status des Daemons.

xend zur Boot-Zeit aktivieren

Verwenden Sie den Befehl chkconfig, um xend in das initscript einzufügen.
chkconfig --level 345 xend
Der xend wird nicht auf den Runlevels 3,4 und 5 starten.