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17.2. Wechseln zwischen dem KVM- und Xen-Hypervisor

Dieser Abschnitt behandelt das Wechseln zwischen dem KVM- und Xen-Hypervisor.
Fedora unterstützt nur einen aktiven Hypervisor zur selben Zeit.

Migration von virtualisierten Gästen zwischen Hypervisoren

Derzeit existiert keine Applikationen zum Wechseln von Xen-basierten Gästen zu KVM-basierten Gästen bzw. umgekehrt. Gäste können ausschließlich auf dem Hypervisor-Typ verwendet werden, auf dem sie ursprünglich erzeugt wurden.

17.2.1. Xen zu KVM

Das folgende Verfahren beschreibt den Wechsel vom Xen-Hypervisor zum KVM-Hypervisor. Dieses Verfahren setzt voraus, dass das kernel-xen-Paket installiert und aktiviert ist.
  1. Installieren Sie das KVM-Paket

    Installieren Sie das kvm-Paket, sofern Sie das nicht bereits getan haben.
    # yum install kvm
    
    
  2. Überprüfen Sie, welcher Kernel verwendet wird

    Das kernel-xen-Paket kann installiert sein. Verwenden Sie den uname-Befehl, um festzustellen, welcher Kernel ausgeführt wird:
    $ uname -r
    2.6.23.14-107.fc8xen
    
    
    The "2.6.23.14-107.fc8xen" kernel is running on the system. If the default kernel, "2.6.23.14-107.fc8", is running you can skip the substep.
    1. Wechsel vom Xen-Kernel zum Standard-Kernel

      In der grub.conf-Datei wird festgelegt, welcher Kernel gebootet wird. Um den Standard-Kernel zu ändern, bearbeiten Sie die /boot/grub/grub.conf-Datei wie unten veranschaulicht.
      default=1
      timeout=5
      splashimage=(hd0,0)/grub/splash.xpm.gz
      hiddenmenu
      title Fedora (2.6.23.14-107.fc8)
              root (hd0,0)
              kernel /vmlinuz-2.6.23.14-107.fc8 ro root=/dev/VolGroup00/LogVol00 rhgb quiet
              initrd /initrd-2.6.23.14-107.fc8.img
      title Fedora (2.6.23.14-107.fc8xen)
              root (hd0,0)
              kernel /xen.gz-2.6.23.14-107.fc8
              module /vmlinuz-2.6.23.14-107.fc8xen ro root=/dev/VolGroup00/LogVol00 rhgb quiet
              module /initrd-2.6.23.14-107.fc8xen.img
      
      
      Beachten Sie den default=1-Parameter. Dadurch wird der GRUB Bootloader angewiesen, den zweiten Eintrag – also den Xen-Kernel – zu booten. Ändern Sie den Standard auf 0 (oder die Nummer für den Standard-Kernel):
      default=0
      timeout=5
      splashimage=(hd0,0)/grub/splash.xpm.gz
      hiddenmenu
      title Fedora (2.6.23.14-107.fc8)
              root (hd0,0)
              kernel /vmlinuz-2.6.23.14-107.fc8 ro root=/dev/VolGroup00/LogVol00 rhgb quiet
              initrd /initrd-2.6.23.14-107.fc8.img
      title Fedora (2.6.23.14-107.fc8xen)
              root (hd0,0)
              kernel /xen.gz-2.6.23.14-107.fc8
              module /vmlinuz-2.6.23.14-107.fc8xen ro root=/dev/VolGroup00/LogVol00 rhgb quiet
              module /initrd-2.6.23.14-107.fc8xen.img
      
      
  3. Starten Sie neu, um den neuen Kernel zu laden

    Starten Sie das System neu. Der Computer wird mit dem neuen Standard-Kernel starten. Das KVM-Modul sollte automatisch mit dem Kernel geladen werden. Überprüfen Sie, ob KVM läuft:
    $ lsmod | grep kvm
    kvm_intel              85992  1 
    kvm                   222368  2 ksm,kvm_intel
    
    
    Sofern alles einwandfrei geklappt hat, sind nun das kvm-Module sowie entweder das kvm_intel-Modul oder das kvm_amd-Modul vorhanden.