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2.2. Erzeugen von Gästen mit virt-manager

virt-manager, auch als Virtual Machine Manager bekannt, ist ein grafisches Tool zur Erstellung und Verwaltung virtualisierter Gäste.
Prozedur 2.1. Erzeugen eines virtualisierten Gasts mit virt-manager
  1. Um virt-manager zu starten, führen Sie als Root den folgenden Befehl aus:
    # virt-manager &
    
    
    Der virt-manager-Befehl öffnet eine grafische Benutzeroberfläche. Ohne Root-Rechte oder konfiguriertem sudo stehen Ihnen eine Reihe von Funktionen, u. a. die Schaltfläche Neu, nicht zur Verfügung und Sie können keinen neuen virtualisierten Gast erzeugen.
  2. Open the File -> Open Connection. The dialog box below appears. . Select a hypervisor and click the Connect button:
  3. Im virt-manager-Fenster können Sie eine neue virtuelle Maschine erstellen. Klicken Sie dazu auf die Neu-Schaltfläche. Dies öffnet den im nachfolgenden Screenshot gezeigten Assistenten.
  4. Das Fenster Erstellen eines neuen virtuellen Systems enthält eine Zusammenfassung der Informationen, die Sie angeben müssen, um eine virtuelle Maschine zu erzeugen:
    Überprüfen Sie die angegebenen Informationen für Ihre Installation und klicken anschließend auf Weiter.
  5. Es erscheint nun das Fenster Wählen einer Virtualisierungsmethode. Wählen Sie zwischen Paravirtualisiert oder Voll virtualisiert.
    Volle Virtualisierung setzt ein System mit Intel® VT oder AMD-V Prozessor voraus. Falls die Virtualisierungserweiterungen nicht vorhanden sind, sind die Optionen Voll virtualisiert oder Kernel/Hardware-Beschleunigung aktivieren nicht auswählbar. Die Option Paravirtualisiert ist grau hinterlegt, falls der kernel-xen nicht der aktuell laufende Kernel ist.
    Falls Sie mit einem KVM-Hypervisor verbunden sind, steht nur die volle Virtualisierung zur Auswahl.
    Wählen Sie den Virtualisierungstyp und klicken auf Weiter.
  6. Der Prompt Installationsmedium suchen fragt nach dem Installationsmedium für den von Ihnen ausgewählten Installationstyp. Der Inhalt dieses Fensters hängt von der Auswahl im vorangegangenen Schritt ab.
    1. Die paravirtualisierte Installation erfordert einen Installationsbaum, auf den via einer der folgenden Netzwerkprotokolle zugegriffen werden kann: HTTP, FTP oder NFS. Die URL des Installationsmediums muss einen Fedora Installationsbaum enthalten. Dieser Baum wird gehosted mittels NFS, FTP or HTTP. Die Netzwerkdienste und Dateien können gehosted werden unter Verwendung der Netzwerkdienste auf dem Host oder einem anderen Spiegelserver.
      Bei der Verwendung eine CD-ROM oder DVD-Abbilds (als .iso-Datei gekennzeichnet) hängen Sie das CD-ROM-Abbild ein und hosten die eingehängten Dateien mit einem der genannten Protokolle.
      Alternativ können Sie den Installationsbaum von einem Fedora-Spiegelserver kopieren.
    2. Eine voll virtualisierte Gastinstallation benötigt bootbare Installations-DVDs, CD-ROMs oder lokale Abbilder von bootbaren Installations-DVDs oder CD-ROMs (mit dem Dateityp .iso oder .img). Windows-Installationen verwenden DVDs, CD-ROMs oder .iso-Dateien. Viele Linux- oder UNIX-ähnliche Betriebssysteme nutzen eine .iso-Datei zur Installation des Basissystems, um anschließend die Installation mit einem netzwerkbasierten Installationsbaum zu vervollständigen.
    Nachdem Sie das passende Installationsmedium ausgewählt haben, klicken Sie auf Weiter.
  7. The Assigning storage space window displays. Choose a disk partition, LUN or create a file based image for the guest storage.
    The convention for file based images in Fedora is that all file based guest images are in the /var/lib/xen/images/ directory. Other directory locations for file based images are prohibited by SELinux. If you run SELinux in enforcing mode, refer to Abschnitt 7.1, „SELinux und Virtualisierung“ for more information on installing guests.
    Your guest storage image should be larger than the size of the installation, any additional packages and applications, and the size of the guests swap file. The installation process will choose the size of the guest's swap file based on size of the RAM allocated to the guest.
    Allocate extra space if the guest needs additional space for applications or other data. For example, web servers require additional space for log files.
    Choose the appropriate size for the guest on your selected storage type and click the Forward button.

    Anmerkung

    Es wird empfohlen, das Standardverzeichnis für die virtuellen Maschinenabbilder zu verwenden, also /var/lib/xen/images/. Falls Sie einen anderen Speicherort verwenden (wie z. B. /xen/images/ in diesem Beispiel), stellen Sie sicher, dass Sie ihn in der SELinux-Richtlinie hinzugefügt und neu gekennzeichnet haben, bevor Sie mit der Installation fortfahren (an späterer Stelle im Dokument finden Sie Informationen darüber, wie Sie Ihre SELinux-Richtlinie anpassen).
  8. The Allocate memory and CPU window displays. Choose appropriate values for the virtualized CPUs and RAM allocation. These values affect the host's and guest's performance.
    Gäste benötigen ausreichend physischen Arbeitsspeicher (RAM), um effektiv und effizient zu arbeiten. Wählen Sie einen Wert für den Speicher, der am Besten Ihrem Gastbetriebssystem und den Anforderungen der Anwendungen gerecht wird. Die meisten Betriebssysteme benötigen mindestens 512 MB RAM, um effizient zu arbeiten. Bedenken Sie, dass Gäste physischen RAM verbrauchen. Falls zu viele Gäste ausgeführt werden oder nicht genügend Arbeitsspeicher für das Host-System verbleibt, wird verstärkt virtueller Speicher genutzt. Virtueller Speicher hat jedoch deutlich langsamere Zugriffszeiten, infolgedessen sinkt die Leistung und Reaktionszeit des Systems. Stellen Sie daher sicher, dass Sie ausreichend Speicher zuweisen, damit sowohl alle Gäste als auch der Host effektiv arbeiten können.
    Assign sufficient virtual CPUs for the virtualized guest. If the guest runs a multithreaded application assign the number of virtualized CPUs it requires to run most efficiently. Do not assign more virtual CPUs than there are physical processors (or hyper-threads) available on the host system. It is possible to over allocate virtual processors, however, over allocating has a significant, negative affect on guest and host performance due to processor context switching overheads.
  9. Der nun folgende Bildschirm "Bereit zur Installation" zeigt eine Zusammenfassung aller von Ihnen eingegebenen Konfigurationsinformationen. Überprüfen Sie die angezeigten Informationen und nehmen ggf. nötige Änderungen über die Zurück-Schaltfläche vor. Wenn Sie mit den eingegebenen Daten zufrieden sind, klicken Sie auf Fertigstellen, um den Installationsprozess zu beginnen.
    Ein VNC-Fenster öffnet sich und zeigt den Beginn des Installationsprozesses für das Gastbetriebssystem an.
This concludes the general process for creating guests with virt-manager. Kapitel 3, Installationsverfahren für Gastbetriebssysteme contains step-by-step instructions to installing a variety of common operating systems.