Technische Informationen
Diese Seite bietet einige technische Hintergrundinformationen zu Fedora Atomic Desktops, einschließlich Informationen zu den Kerntechnologien, die zu dessen Entwicklung verwendet wurden, sowie zum Dateisystemlayout.
Diese Informationen sind für den normalen Benutzer nicht relevant. Sie werden hier für diejenigen bereitgestellt, die sich für die technischen Details interessieren oder Fedora Atomic Desktops auf eine nicht standardmäßige Weise nutzen möchten.
ostree und rpm-ostree
ostree ist die Kerntechnologie, die zum Erstellen, Bereitstellen und Aktualisieren von Fedora Atomic Desktops verwendet wird. ostree funktioniert ähnlich wie ein Versionsverwaltungssystem, arbeitet aber mit kompletten Dateisystemstrukturen. Es wird oft als „Git für Betriebssystem-Binärdateien“ bezeichnet.
Bei Fedora Atomic Desktop-Installationen ist ostree für die Bereitstellung und Aktualisierung des Betriebssystemabbilds zuständig (einschließlich aller Verzeichnisse unterhalb von /, die nicht in /var verlinkt sind). Außerdem aktualisiert es die Einträge in der Datei grub.cfg, so dass sie auf das aktuelle Abbild verweisen.
rpm-ostree baut auf ostree auf und ermöglicht die Installation von RPMs als „Ebene“ auf einem ostree-Image. Dadurch können RPMs auf Fedora Atomic Desktops installiert werden.
Bei der Installation eines Pakets mit rpm-ostree wird ein neues Betriebssystemabbild erstellt, indem die RPM-Nutzdaten zum bestehenden Betriebssystemabbild hinzugefügt und ein neues, kombiniertes Abbild erzeugt wird. Um die neu installierten RPMs zu sehen, muss das System mit dem neuen Abbild neu gestartet werden. rpm-ostree sorgt außerdem dafür, dass das geschichtete Abbild bei jeder Aktualisierung des Basis-Betriebssystemabbilds neu erstellt wird.
Dateisystemlayout von Fedora Atomic Desktops
Auf Fedora Atomic Desktops ist das Root-Dateisystem (/) schreibgeschützt eingebunden. Das Verzeichnis /usr und alle Unterverzeichnisse sind ebenfalls schreibgeschützt.
Die Verzeichnisse /etc und /var dienen der Speicherung von Konfigurationsdateien bzw. des Laufzeitstatus und sind daher beschreibbar. Symbolische Links stellen sicher, dass die herkömmlichen, den Status enthaltenden Verzeichnisse an ihren erwarteten Speicherorten verfügbar sind. Dies umfasst:
-
/home→/var/home -
/opt→/var/opt -
/srv→/var/srv -
/root→/var/roothome -
/usr/local→/var/usrlocal -
/mnt→/var/mnt -
/tmp→/sysroot/tmp
Dies bedeutet, dass separate Home-Partitionen unter /var/home eingebunden werden sollten.
Seit Fedora Linux 37 ist das Verzeichnis /sysroot ebenfalls schreibgeschützt eingehängt.
Die Verzeichnisse /boot und /boot/efi sind derzeit beschreibbar eingehängt, es ist jedoch geplant, sie zukünftig schreibgeschützt einzuhängen oder sogar ganz wegzulassen. Siehe Mount /boot as Read Only by default und Do not mount /boot/efi by default.
Eine detailliertere Erklärung des Dateisystemlayouts von Fedora Atomic Desktops finden Sie in der Dokumentation von libostree.
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