Aktualisierungen, Systemaktualisierungen und Zurücksetzen auf einen früheren Zustand
Das Installieren von Aktualisierungen auf Fedora Atomic Desktops ist einfach und schnell. Es gibt außerdem eine spezielle Funktion zum Zurücksetzen auf einen früheren Zustand, für den Fall, dass etwas schiefgeht. Darüber hinaus können Sie mehrere Versionen Ihres Betriebssystems gleichzeitig installiert haben und auswählen, welche Version beim Systemstart gestartet werden soll.
Aktualisierung von Fedora Atomic Desktops
Mit Atomic Desktops können Sie Ihren Computer weiter nutzen, während Betriebssystemaktualisierungen im Hintergrund heruntergeladen und installiert werden. Nach der Installation einer Aktualisierung können Sie Ihren Computer neu starten, um die neue Version zu verwenden. Sie müssen weder beim Herunterfahren noch beim Hochfahren auf die Installation der Aktualisierung warten.
Unter Fedora Silverblue und Fedora Kinoite werden Betriebssystemaktualisierungen automatisch heruntergeladen. Sie werden benachrichtigt, sobald Aktualisierungen zur Installation bereitstehen und per Neustart installiert werden können. Dieses Verhalten kann in den Einstellungen geändert werden.
Unter Fedora Budgie Atomic können Sie das Betriebssystem manuell mit Plasma Discover aktualisieren.
Bei Fedora Sway Atomic und Fedora COSMIC Atomic können Sie das Betriebssystem manuell über die Befehlszeile aktualisieren.
Alternative: Aktualisierung über die Befehlszeile
Die Aktualisierung kann auch über die Befehlszeile erfolgen. Um das System zu aktualisieren, führen Sie folgenden Befehl aus:
$ rpm-ostree upgrade
Dadurch wird geprüft, ob neue Aktualisierungen verfügbar sind, und diese werden gegebenenfalls heruntergeladen und installiert. Alternativ können Sie Folgendes ausführen, um nach verfügbaren Aktualisierungen zu suchen, ohne diese herunterzuladen:
$ rpm-ostree upgrade --check
Aktualisierung zwischen Hauptversionen
Auf Atomic Desktops können Sie Ihren Computer weiter nutzen, während größere Betriebssystemaktualisierungen (zum Beispiel von Fedora 43 auf Fedora 44) im Hintergrund heruntergeladen und installiert werden. Nach der Installation einer Aktualisierung können Sie Ihren Computer neu starten, um die neue Version zu verwenden. Sie müssen weder beim Herunterfahren noch beim Hochfahren auf die Installation der Aktualisierung warten.
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Es wird empfohlen, vor der Systemaktualisierung auf eine neue Hauptversion die neueste Version der aktuellen Hauptversion zu installieren. Starten Sie Ihr System neu, bevor Sie die Aktualisierung auf die nächste Hauptversion durchführen. |
Unter Fedora Silverblue können Hauptversionsaktualisierungen über GNOME Software eingespielt werden.
Unter Fedora Kinoite und Fedora Budgie Atomic können Hauptversionsaktualisierungen mit Plasma Discover eingespielt werden.
Bei Fedora Sway Atomic und Fedora COSMIC Atomic können Hauptversionsaktualisierungen über die Befehlszeile eingespielt werden.
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Das Überspringen von Hauptversionen ist derzeit nicht getestet und wird daher nicht für alle Atomic Desktops unterstützt. Sie sollten jeweils nur eine Hauptversion aktualisieren, zum Beispiel von Fedora 43 auf 44 usw. |
Alternative: Aktualisierung zwischen Hauptversionen über die Befehlszeile
Stellen Sie zunächst sicher, dass Sie die neuesten Aktualisierungen für die aktuelle Version verwenden:
$ rpm-ostree upgrade
Starten Sie Ihr System gegebenenfalls neu. Überprüfen Sie anschließend, ob der Zweig für die nächste Hauptversion verfügbar ist. Sie können alle verfügbaren Zweige für die von Ihnen verwendete Fedora Atomic Desktop-Variante mit den folgenden Befehlen anzeigen lassen:
$ source /etc/os-release
$ ostree remote refs ${ID} | grep $(arch) | grep ${VARIANT_ID}
Nachdem Sie den Namen Ihres Zweiges überprüft haben, können Sie fortfahren. Um beispielsweise auf Fedora Silverblue 44 zu aktualisieren, lautet der Befehl:
$ rpm-ostree rebase fedora:fedora/44/x86_64/silverblue
Die alte Variante des Namens für Sway Atomic lautet sericea und für Budgie Atomic onyx.
Der Vorgang ähnelt sehr einer Systemaktualisierung: Das neue Betriebssystem wird im Hintergrund heruntergeladen und installiert, und Sie starten es einfach, wenn es fertig ist.
| Falls Sie die RPM Fusion-Paketquellen verwenden und bei größeren Aktualisierungen Probleme auftreten, lesen Sie bitte den Abschnitt Aktivieren von RPM Fusion-Paketquellen. |
Umstieg auf einen anderen Atomic Desktop
Darüber hinaus können Sie auf eine andere Variante von Fedora Atomic umsteigen. Wenn Sie beispielsweise derzeit Silverblue verwenden, können Sie zu Kinoite wechseln. Fedora Kinoite ähnelt Fedora Silverblue, verwendet jedoch die KDE-Plasma-Desktopumgebung anstelle der GNOME-Desktopumgebung.
Das bedeutet, dass Sie Fedora Kinoite testen können, ohne Ihr aktuelles System zu verändern. Da die beiden Systemabbilder voneinander isoliert sind, werden die beiden Desktop-Umgebungen niemals gleichzeitig installiert. Alle Ihre Flatpak-Anwendungen und -Dateien im Verzeichnis /home bleiben auch nach einem Umstieg erhalten. Dasselbe gilt für das Testen der Entwicklungsversion von Fedora Atomic Desktops, Rawhide.
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Standardmäßig speichert OSTree nur die beiden letzten Deployments. Wenn Sie einen Umstieg vornehmen, stellen Sie sicher, dass Sie xref:pinning-and-cleaning-deployments[Ihr aktuelles Deployment fixieren, damit Sie es nicht versehentlich verlieren. |
Zurücksetzen auf einen früheren Zustand
Fedora Atomic Desktop speichert die vorherige Betriebssystemversion, auf die anstelle der neuesten Version zurückgegriffen werden kann. Dies ist zwar normalerweise nicht nötig, kann aber hilfreich sein, falls Probleme mit einer (System-)Aktualisierung auftreten (das Zurücksetzen funktioniert in beiden Fällen gleich), sowie für Entwicklungszwecke.
Es gibt zwei Möglichkeiten, zur vorherigen Version zurückzukehren:
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Vorübergehendes Zurücksetzen: Um vorübergehend zu einer früheren Version zurückzukehren, starten Sie einfach den Computer neu und wählen Sie die vorherige Version im Bootmenü (oft auch GRUB-Menü genannt) aus.
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Dauerhaftes Zurücksetzen: Um dauerhaft zur vorherigen Bereitstellung zurückzukehren, verwenden Sie den Befehl
rpm-ostree rollback.
Nach dem Zurücksetzen auf die vorherige Version verwenden Sie technisch gesehen eine ältere Betriebssystemversion und werden möglicherweise zum Aktualisieren aufgefordert. Durch die Aktualisierung wird das Zurücksetzen rückgängig gemacht. Vermeiden Sie dies daher, wenn die Änderungen erhalten bleiben sollen.
rpm-ostree hält standardmäßig nur eine Version für das Zurücksetzen bereit. Wenn Sie auf eine andere Version als die aktuell auf Ihrem System verfügbare zurücksetzen möchten, können Sie dies mit den folgenden Befehlen tun:
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Das ostree-Commit-Protokoll aus dem Remote-Repository abrufen:
$ source /etc/os-release $ sudo ostree pull --commit-metadata-only --depth=10 ${ID} ${ID}/44/$(arch)/${VARIANT_ID} -
Protokoll anzeigen:
$ ostree log ${ID}:${ID}/44/$(arch)/${VARIANT_ID} -
Einen bestimmten Commit bereitstellen:
$ rpm-ostree deploy 44.20251031.0
| Dadurch wird genau die angeforderte Version bereitgestellt, ohne dass Layered-Pakete oder andere Änderungen enthalten sind. |
Bereitstellungen anheften und bereinigen
Standardmäßig behalten die Befehle rpm-ostree upgrade oder rpm-ostree rebase maximal zwei bootfähige Deployments bei, obwohl die zugrundeliegende Technologie mehr unterstützt. In manchen Fällen, zum Beispiel bei einer Systemaktualisierung auf eine Hauptversion oder beim Zurücksetzen, möchten Sie Ihr aktuelles Deployment möglicherweise als garantierte Ausweichmöglichkeit behalten. Mit OSTree können Sie Deployments fixieren. Durch das Fixieren wird sichergestellt, dass Ihr gewünschtes Deployment erhalten bleibt und nicht verworfen wird. Um ein Deployment zu fixieren, benötigen Sie dessen Indexnummer. Um die Indexnummern der Deployments anzuzeigen, führen Sie folgenden Befehl aus:
$ rpm-ostree status --verbose
Wenn Sie Ihre aktuell gestartete Bereitstellung fixieren möchten, führen Sie folgenden Befehl aus:
$ sudo ostree admin pin 0
Wenn Sie viele Deployments fixieren, kann der Speicherplatz auf der /boot-Partition knapp werden, wodurch das System möglicherweise nicht mehr aktualisiert werden kann. In solchen Fällen müssen Sie einige Deployments entfernen und bereinigen. Um ein Deployment zu entfernen, führen Sie folgenden Befehl aus:
$ sudo ostree admin pin INDEX --unpin
Sie können den obigen Befehl mehrmals ausführen, um mehr Speicherplatz freizugeben. Bereinigen Sie anschließend die nicht angehefteten Bereitstellungen:
$ rpm-ostree cleanup --rollback
Der Befehl rpm-ostree cleanup --rollback entfernt keine fixierten Deployments.
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