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Erste Schritte

Das Fedora-Dokumentationsteam Version F42 Last review: 2025-08-20
Diese Anleitung möchte einen Überblick und eine Einführung in die Installation von Fedora bieten. Sie zielt auf Benutzer verschiedener Wissensstufen und Erfahrungen mit Fedora ab und bietet daher mehr Details, als die Benutzer üblicherweise erwarten. Dies soll insbesondere neue Benutzer dabei unterstützen, den Installationsvorgang ohne Unterbrechungen zu bewältigen. Benutzer können Abschnitte überspringen, mit deren Inhalt sie vertraut sind.

Einführung

Diese Anleitung befasst sich mit der Installation von Fedora, einer Linux-Distribution, die aus freier und quelloffener Software basiert. Dieses Handbuch hilft Ihnen bei der Installation von Fedora auf Desktop-Rechnern, Laptops und Servern. Das Installationssystem ist einfach zu verwenden, selbst wenn Ihnen Vorkenntnisse zu Linux oder Computernetzwerken fehlen. Wenn Sie die Standardoptionen wählen, stellt Ihnen Fedora ein vollständiges Betriebssystem zur Verfügung, mit soliden Sicherheitseinstellungen und mit Produktivitätsanwendungen, Dienstprogrammen für das Internet und Administrationswerkzeugen.

Fedora wird in verschiedenen Distributionsvarianten angeboten, die auf spezielle Zwecke zugeschnitten sind. Wir nennen sie Editions, *Atomic Desktops* und Spins.

Aufgrund dieser Unterschiede gibt es keine einheitliche Installationsprozedur.

Die meisten Editions und Spins, aber nicht alle, verwenden das Fedora-Installationsprogramm Anaconda, aber in einer Weise, die im Detail recht unterschiedlich ist.

Daher beschreibt jede Edition die Installation separat. Die meisten Spins basieren auf einer der Editionen und verwenden deren Installationsprozedur.

Dennoch sind einige Vorbereitungsschritte für alle Varianten nahezu gleich; beispielsweise werden Sie stets ein Installationsmedium erstellen müssen.

Fedora-Varianten und deren Installation

Editionen

Fedora Workstation

Diese Variante (mit GNOME als Desktop-Umgebung) wird mithilfe eines Live-USB-Sticks, einer Live-CD oder einer Live-DVD installiert.

Fedora KDE Plasma-Desktop

Diese Variante (mit KDE Plasma als Desktop-Umgebung) wird ebenfalls mithilfe eines Live-USB-Sticks, einer Live-CD oder einer Live-DVD installiert.

Fedora Server-Edition

Diese Variante bietet einen flexiblen und hochgradig anpassbaren Server, der für einen breiten Bereich von Diensten geeignet ist.

Das Projekt stellt eine Installationsanleitung und Dokumentation zu Benutzung und Administration bereit.

Fedora IoT-Edition

Diese Variante implementiert einen Server für das „Internet der Dinge“ oder „Edge Computing“.

Das Projekt stellt eine Installationsanleitung und Dokumentation zu Benutzung und Administration bereit.

Fedora CoreOS-Edition

Ein minimales, auf Container fokussiertes Betriebssystem, für Cluster entwickelt, aber auch eigenständig nutzbar. Das Projekt stellt eine Erste-Schritte-Anleitung bereit.

Fedora Cloud

Wie der Name bereits andeutet, liegt hier der Fokus auf Fedora in Cloud-Netzwerken. Installation und Benutzung sind von den entsprechenden Cloud-Systemen abhängig.

Weitere Informationen auf https://fedoraproject.org/cloud/

Spins

Fedora Workstation-Spins

Die meisten Spins verwenden für die Installation eine Live-CD, -DVD oder ein USB-Medium.

Software-Download auf https://fedoraproject.org/spins/

Atomic Desktops

Atomic Desktops verwenden ein schreibgeschütztes Root-Dateisystem. Das bedeutet, dass jede Installation identisch mit jeder anderen Installation derselben Version ist. Das Root-Dateisystem des Betriebssystems auf der Festplatte ist auf jedem Rechner exakt gleich und ändert sich während der Nutzung niemals.

Atomic-Desktops verwenden den Anaconda-Installer, weisen aber im Vergleich zu Editions und Spins einige Einschränkungen bei den Installationsoptionen auf. Die Installationsdokumentation für Silverblue beschreibt diese Einschränkungen, die für alle Varianten der Fedora-Atomic-Desktops gelten.

Fedora Silverblue

Eine Atomic-Desktop-Variante von Fedora mit der GNOME-Arbeitsumgebung und eine hervorragende Plattform für containerorientierte Arbeitsabläufe.

Fedora Kinoite

Eine AtomicDesktop-Variante von Fedora mit der KDE Plasma-Arbeitsumgebung.

Fedora Sway Atomic

Eine Atomic-Desktop-Variante von Fedora mit dem „kachelnden“ Fensterverwalter Sway.

Fedora Budgie Atomic

Eine Atomic-Desktop-Variante von Fedora mit der Budgie-Arbeitsumgebung.

Fedora COSMIC Atomic

Eine Atomic-Desktop-Variante von Fedora mit der COSMIC-Arbeitsumgebung (derzeit in der Alpha-Version).

Labs

Fedora Labs

Kuratierte Sammlungen von auf einen bestimmten Zweck orientierter Software, betreut von Mitgliedern der Gemeinschaft. Die jeweiligen Zusammenstellungen werden entweder als unabhängige, vollständige Fedora-Versionen oder als Ergänzung zu existierenden Fedora-Systemen installiert.

Allgemeine Vorbereitungen

Je nach Verwendungszweck unterscheiden sich die Varianten nicht nur im Installationsprozess, sondern auch in der Administration und Nutzung. Informationen zur Verwendung eines installierten Fedora-Systems finden Sie in den Handbüchern auf den Dokumentationsseiten der jeweiligen Variante.

Hinsichtlich der Installation sollten Sie darauf gefasst sein, dass jede Variante eigene Erfordernisse für die Einrichtung nach der Installation hat.

Trotz aller Unterschiede sind einige Dinge für alle Varianten gleich.

Herunterladen der verfügbaren Software

Aus der Differenzierung nach Aufgaben und Anwendungsbereichen ergibt sich eine Differenzierung der Downloadmöglichkeiten und der Weiterverarbeitung.

Weitere Informationen über Optionen für das Herunterladen von Fedora finden Sie auf Fedora Downloads.

Besuchen Sie die Fedora Projektwebsite, um eine Distributionsdatei herunterzuladen.

Vorbereitung der Startmedien

Die Installation auf Hardware erfordert die Übertragung der heruntergeladenen Datei auf ein startfähiges Medium, meist einen USB-Stick. Fedora Media Writer ist das Werkzeug der Wahl; es wird von Fedora entwickelt und unterstützt.

Alternativ könnten Sie balenaEtcher oder das Ventoy-Projekt versuchen; beide sind für Linux, macOS und Windows verfügbar. Letzteres ist insbesondere sinnvoll, wenn Sie mehrere Distributionen und Versionen auf einem Stick speichern wollen.

Weitere Hilfe erhalten

Wenn Sie auf Probleme stoßen, die in dieser Dokumentation nicht beschrieben sind, könnten Sie bei Mitgliedern der Gemeinschaft um Hilfe bitten – Entwickler, Benutzer und andere. Es gibt viele Möglichkeiten, Hilfe zu erhalten: »Ask Fedora«-Webseite, Mailinglisten, Foren oder das IRC.

Das Diskussionsforum Ask Fedora ist die empfohlene erste Anlaufstelle. In Getting help finden Sie detaillierte Informationen.

NVIDIA

Falls Sie einen NVIDIA-Grafikchip verwenden und bei der Ausführung von Fedora vom Live-USB-Medium visuelle Einschränkungen entdecken, könnte es sein, dass Ihr Grafikchip nicht vollständig FOSS-Noveau-Treiber kompatibel ist. Ein möglicher Weg zur Verbesserung besteht in folgenden drei Schritten:

  1. Drücken Sie während des Startens vom USB-Medium die Taste e im GRUB-Startmenü.

  2. Suchen Sie nach einer Zeile, die mit linux anfängt, und fügen Sie nouveau.modeset=0 am Ende der Zeile hinzu.

  3. Drücken Sie <Strg> + x, um den Startvorgang fortzusetzen.