Anwendungen mit AppImage ausführen
Diese Seite erklärt, was AppImages sind und wie man AppImage-Anwendungen unter Fedora ausführt.
Was ist AppImage?
AppImage ist ein Format zur Paketierung von Linux-Anwendungen als portable, eigenständige ausführbare Dateien.
Eine AppImage-Datei enthält alles, was zum Ausführen einer Anwendung erforderlich ist – einschließlich der Anwendung selbst, ihrer Bibliotheken sowie aller weiteren Abhängigkeiten. Alles ist in einer einzigen Datei gebündelt, die sich direkt und ohne jegliche Installation oder Systemänderungen ausführen lässt.
Da AppImages sämtliche Abhängigkeiten enthalten, fallen sie tendenziell größer aus als herkömmliche Pakete; sie bieten jedoch den Vorteil, portabel und distributionsunabhängig zu sein. Zudem lassen sich AppImages – da alles in einer einzigen Datei gebündelt ist – bequem auf USB-Sticks oder externen Speichermedien mitführen und auf jedem kompatiblen Linux-System ausführen, ohne dass man fehlende Abhängigkeiten oder Konflikte mit anderer Software befürchten muss. Das Entfernen eines AppImage ist denkbar einfach: Es genügt, die entsprechende Datei zu löschen – ganz ohne zurückbleibende Konfigurationsreste oder Abhängigkeiten.
Entwickler verwenden häufig AppImages, um ihre Anwendungen über viele Linux-Distributionen hinweg zu verteilen, ohne für jede Distribution separate Pakete pflegen zu müssen.
AppImages integrieren sich möglicherweise nicht so tiefgreifend in Ihre Desktop-Umgebung wie native Pakete; zudem funktionieren Desktop-Einträge, Dateizuordnungen und Systemmenüs unter Umständen nicht ohne zusätzliche Konfiguration. Des Weiteren erhalten AppImages keine automatischen Aktualisierungen über die systemeigenen Paketverwaltung, so dass Sie manuell beim Entwickler nach Aktualisierungen suchen und diese installieren müssen. Einige AppImages verfügen jedoch über integrierte Aktualisierungsmechanismen, die direkt aus der Anwendung heraus auf Aktualisierungen prüfen und diese herunterladen können.
AppImages bieten eine bequeme Möglichkeit, Anwendungen unter Fedora ohne Installation oder Abhängigkeitsverwaltung auszuführen. Sie eignen sich ideal für portable, distributionsunabhängige Anwendungen sowie für Entwickler, die ihre Software auf einfache Weise vertreiben möchten. Für die Verwaltung von Aktualisierungen und die Sicherheit sind jedoch Sie selbst verantwortlich. Verwenden Sie AppImages ausschließlich aus vertrauenswürdigen Quellen und halten Sie diese stets aktuell, um die Sicherheit Ihres Systems zu gewährleisten. Beachten Sie, dass AppImages – im Gegensatz zu Flatpak oder Snap – weder Sandboxing noch eine strikte Isolation (Confinement) bieten; sie laufen daher mit denselben Berechtigungen wie Ihr Benutzerkonto. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie AppImages aus nicht vertrauenswürdigen Quellen ausführen, da diese potenziell auf Ihre Dateien und Systemressourcen zugreifen könnten.
Wie AppImages funktionieren
Wenn Sie ein AppImage ausführen, geschieht Folgendes:
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Die AppImage-Datei wird temporär als schreibgeschütztes Dateisystem eingehängt
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Die Anwendung wird innerhalb dieser Umgebung ausgeführt
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Das Dateisystem wird ausgehängt, sobald die Anwendung geschlossen wird
Anwendungen können ohne Installation ausgeführt werden, wodurch sie portabel und einfach zu verteilen sind.
Voraussetzungen
AppImages benötigen:
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Ein 64-bit-Fedora-System (die meisten modernen AppImages)
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Die FUSE-Bibliothek, die es AppImages ermöglicht, sich selbst einzuhängen
FUSE ist normalerweise in Fedora vorinstalliert, aber falls nicht:
$ sudo dnf install fuse
AppImages finden
Entwickler verteilen AppImages direkt, üblicherweise über:
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Projekt-Webseiten – Viele Open-Source-Projekte bieten AppImage-Downloads an.
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AppImage-Repository - https://appimage.github.io/apps/ listet verfügbare AppImages auf
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GitHub-Releases - Viele Projekte hosten AppImage-Dateien auf ihren GitHub-Release-Seiten
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Benutzerdefinierte Repositories – Einige Entwickler betreiben eigene Websites für die Verbreitung ihrer AppImages
AppImages ausführen
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Laden Sie die
.AppImage-Datei von der Webseite oder dem Repository des Entwicklers herunter. -
Machen Sie sie ausführbar:
$ chmod +x Anwendungsname.AppImage -
Das AppImage ausführen
$ ./Anwendungsname.AppImageOder doppelklicken Sie auf die Datei in Ihrem Dateimanager, sofern sie über Ausführungsrechte verfügt.
Desktop-Schnellzugriffe erstellen
Um ein AppImage in Ihre Desktop-Umgebung zu integrieren, erstellen Sie eine .desktop-Verknüpfungsdatei:
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Erstellen Sie eine Datei in
~/.local/share/applications/:$ touch ~/.local/share/applications/Anwendungsname.desktop -
Fügen Sie den folgenden Inhalt hinzu (ersetzen Sie die Platzhalter durch die tatsächlichen Werte):
[Desktop Entry] Type=Application Name=Anzuzeigender Anwendungsname Exec=/Pfad/zu/Anwendungsname.AppImage_ Icon=Anwendungsname Categories=Kategorie; -
Speichern Sie die Datei, und sie erscheint in Ihrem Anwendungsmenü
Beispielsweise für eine Anwendung namens „MeineApp“:
[Desktop Entry]
Type=Application
Name=MeineApp
Exec=/home/username/Downloads/MeineApp.AppImage
Icon=meineapp
Categories=Utility;
AppImages verwalten
AppImages organisieren
Es ist hilfreich, AppImages in einem eigenen Verzeichnis zu speichern:
$ mkdir ~/Applications
$ mv Anwendungsname.AppImage ~/Applications/
$ chmod +x ~/Applications/Anwendungsname.AppImage
Dann referenzieren Sie dieses Verzeichnis in den Desktop-Schnellzugriffen.
AppImages aktualisieren
Die Aktualisierungsmethoden variieren je nach Anwendung:
- Eingebaute Aktualisierungsmechanismen
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Einige AppImages verfügen über eine automatische Prüfung auf mögliche Aktualisierungen. Starten Sie das AppImage und suchen Sie in den Einstellungen oder im Hilfemenü der Anwendung nach Aktualisierungsoptionen.
- Manuelle Aktualisierungen
-
Laden Sie bei Anwendungen ohne integrierte Aktualisierungsfunktion die neueste Version von der Projekt-Website herunter und ersetzen Sie das vorhandene AppImage.
- AppImage-Aktualisierungswerkzeuge
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Einige Werkzeuge von Drittanbietern, wie etwa
appimaged, können bei der Verwaltung von AppImage-Aktualisierungen helfen; diese richten sich jedoch typischerweise an fortgeschrittene Nutzer.
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