Bugzilla – Finden der richtigen Komponente

Ben Cotton Version F36 onwards Last review: 2022-03-03

Beim Melden eines Fehlers ist es hilfreich, wenn Sie die fehlerhafte Komponente identifizieren können. Dies ist nicht immer offensichtlich, daher hier einige Tipps.

Welches Programm ist es?

Wenn Sie das Programm über das GNOME-Menü gestartet haben, finden Sie den Programmnamen üblicherweise unter „Hilfe → Info zu“ in den internen Menüs des Programms. Alternativ können Sie im GNOME-Menü „System → Einstellungen → Persönlich → Sitzungen“ aufrufen. Klicken Sie auf den Reiter „Aktuelle Sitzung“, um eine Liste der auf Ihrem Desktop ausgeführten Programme anzuzeigen.

Wenn Sie das Programm über die Befehlszeile gestartet haben, ist der Name des Programms das erste „Wort“ des Befehls (alles vor dem ersten Leerzeichen, einschließlich Bindestrichen oder Unterstrichen).

Wenn Sie herausfinden möchten, welcher Befehl genau durch einen bestimmten Menüpunkt ausgeführt wird, können Sie in GNOME Folgendes tun:

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Menüpunkt und wählen Sie „Diesen Starter zum Panel hinzufügen“

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Symbol, das in Ihrem Panel erscheint, und wählen Sie „Eigenschaften“

  3. Merken Sie sich den Wert im Feld „Befehl“ und schließen Sie anschließend das Eigenschaften-Fenster.

  4. Klicken Sie erneut mit der rechten Maustaste auf das Panel-Symbol und wählen Sie „Aus dem Panel entfernen“, um die Einstellungen auf den Ausgangszustand zurückzusetzen.

Welche Datei ist es?

Wenn Sie wissen, welcher Befehl ausgeführt wurde, aber nicht den genauen Dateinamen kennen, der dazu gehört, versuchen Sie Folgendes in der Befehlszeile:

$ which <Befehlsname>

Die erste Zeile in den Ergebnissen ist die, die Sie suchen.

Zum Beispiel:

$ which ssh
/usr/bin/ssh

Welches Paket ist es?

Sobald Sie den Namen einer Datei oder eines Verzeichnisses kennen, können Sie mit „rpm -qf“ ermitteln, zu welchem Paket diese gehören. Zum Beispiel:

$ rpm -qf /usr/bin/nautilus-file-management-properties
nautilus-2.25.91-2.fc11.x86_64

Sie sollten den vollständigen Namen und die Versionsnummer dieses Pakets in Ihren Fehlerbericht aufnehmen.

Welche Komponente ist es?

In Fedora Linux kann ein bestimmtes Source-RPM mehrere RPMs in der Distribution erzeugen. Bugzilla gruppiert Fehler anhand der Source-RPMs. Sobald Sie den Namen des RPMs kennen, können Sie den Namen des Source-RPMs (der abweichen kann) mit dem Befehl „rpm -qi“ ermitteln.

Führen Sie beispielsweise rpm -qi glibc-common aus und suchen Sie dann nach der Zeile mit „Source RPM:“. In diesem Fall lautet sie „glibc-2.9.90-7.src.rpm“, was bedeutet, dass der in Bugzilla zu verwendende Komponentenname „glibc“ lautet (alles vor dem Bindestrich vor der Versionsnummer).

$ rpm -qi glibc-common
...
Group       : System Environment/Base
Source RPM: glibc-2.11-2.src.rpm
Falls in der Zeile „Vendor:“ nicht „Fedora Project“ steht, müssen Sie den Fehler möglicherweise im Fehlererfassungssystem eines anderen Projekts melden.

Falls Sie das Paket nicht installiert haben

Für Pakete, die Sie NICHT installiert haben, können Sie den Befehl repoquery von dnf verwenden:

$ repoquery -f /usr/bin/kdm

Sie finden so heraus, welches Binärpaket die ausführbare Datei „kdm“ enthält. Um die Komponente zu finden, die das oben gefundene Binärpaket bereitstellt, führen Sie Folgendes aus:

$ repoquery -q --qf="%{sourcerpm}\n" kdm

Eingebettete Komponenten

Manchmal ist unklar, ob ein Fehler in der Hauptanwendung, einem Plugin oder einer Bibliothek liegt. In solchen Fällen sollten Sie einfach eine Vermutung anstellen. Ein Mitarbeiter der Fehlerbehebung oder ein Entwickler wird den Fehlerbericht gegebenenfalls neu zuweisen.