Probleme mit systemd beheben
Falls Sie aufgrund von systemd ein Problem beim Systemstart haben, lesen Sie bitte das Dokument commonbugs, bevor Sie einen Fehlerbericht erstellen. Dort finden Sie möglicherweise einfache Konfigurationseinstellungen, die viele Probleme beheben. Sollte Ihr Problem dort nicht aufgeführt sein oder keine der beschriebenen Lösungen helfen, erstellen Sie bitte einen Fehlerbericht, damit wir Fedora auf Ihrer Hardware optimieren können.
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Schauen Sie sich die hilfreiche Dokumentation des Upstream-Projekts zu diesem Thema an. |
Diverse nützliche systemd-bezogene Befehle
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Alle „laufenden“ und „wartenden“ Prozesse auflisten. Dieser Befehl kann verwendet werden, um die Ursachen eines langsamen Systemstarts zu ermitteln. Der Startvorgang wartet, bis die „laufenden“ Prozesse abgeschlossen sind. Prozesse mit dem Status „Warten“ werden erst ausgeführt, nachdem die „laufenden“ Prozesse beendet wurden.
[…]# systemctl list-jobs -
Alle verfügbaren Dienste und deren aktuellen Status auflisten
[…]# systemctl list-units -t service --all -
Alle aktiven Dienste zeigen
[…]# systemctl list-units -t service -
Den aktuellen Laufzeitstatus eines Dienstes ermitteln. (In diesem Beispiel des SSH-Dienstes)
[…]# systemctl status sshd.service -
Alle verfügbaren Ziele zeigen.
[…]# systemctl list-units -t target --all -
Alle aktiven Ziele zeigen.
[…]# systemctl list-units -t target -
Anzeigen, welche Dienste ein Ziel nutzt. (In diesem Beispiel multi-user.target)
[…]# systemctl show -p "Wants" multi-user.target -
Untersuchen, was beim Hochfahren in ein bestimmtes Ziel gestartet wird. (in diesem Beispiel multi-user.target)
[…]# /usr/lib/systemd/systemd --test --system --unit=multi-user.target
Verschiedene nützliche Startparameter für systemd
Folgende Bootparameter stehen ebenfalls zur Verfügung, um die Fehler bei Bootproblemen weiter eingrenzen zu können.
- systemd.unit=
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Setzt die beim Systemstart zu aktivierende Unit außer Kraft. Dies kann verwendet werden, um vorübergehend in eine andere Start-Unit zu booten, beispielsweise
rescue.targetoderemergency.target. Standardmäßig wirddefault.targetverwendet. - systemd.dump_core=
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Akzeptiert ein boolesches Argument. Ist der Wert „true“, erstellt systemd beim Absturz einen Core-Dump. Andernfalls wird kein Core-Dump erstellt. Standardmäßig ist der Wert „true“.
- systemd.crash_shell=
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Akzeptiert ein boolesches Argument. Ist es „true“, startet systemd beim Absturz eine Shell. Andernfalls wird kein Core-Dump erstellt. Aus Sicherheitsgründen ist der Standardwert „false“, da die Shell nicht durch eine Passwortauthentifizierung geschützt ist.
- systemd.crash_chvt=
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Akzeptiert ein ganzzahliges Argument. Ist der Wert positiv, aktiviert systemd beim Absturz das angegebene virtuelle Terminal. Standardwert: -1.
- systemd.confirm_spawn=
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Akzeptiert ein boolesches Argument. Ist der Wert „true“, wird beim Starten von Prozessen eine Bestätigung angefordert. Standardwert: „false“.
- systemd.show_status=
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Akzeptiert ein boolesches Argument. Ist der Wert „true“, werden während des Systemstarts kurze Statusmeldungen der Dienste in der Konsole angezeigt. Standardmäßig ist der Wert „true“.
- systemd.sysv_console=
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Akzeptiert ein boolesches Argument. Ist der Wert „true“, wird die Ausgabe von SysV-Init-Skripten an die Konsole umgeleitet. Standardmäßig ist der Wert „true“, es sei denn, die Kernel-Befehlszeilenoption „quiet“ wird übergeben; in diesem Fall ist der Standardwert „false“.
- systemd.log_target=
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Legt das Protokollierungsziel fest. Das Argument muss console, syslog, kmsg, yslog-or-kmsg oder null sein.
- systemd.log_level=
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Legt die Protokollierungsstufe fest. Dieser Befehl akzeptiert als Argument eine numerische Protokollierungsstufe oder die bekannten symbolischen Syslog-Namen (in Kleinbuchstaben): emerg, alert, crit, err, warning, notice, info, debug.
- systemd.log_color=
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Hebt wichtige Protokollmeldungen hervor. Das Argument ist ein boolescher Wert. Wird es weggelassen, ist der Standardwert „true“.
- systemd.log_location=
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Enthält die Codeposition in den Protokollmeldungen. Dies ist hauptsächlich für Debugging-Zwecke relevant. Das Argument ist ein boolescher Wert. Wird es weggelassen, ist der Standardwert „true“.
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