Der GRUB2-Bootloader – Installation und Konfiguration
GRUB2 ist die neueste Version von GNU GRUB, dem GRand Unified Bootloader. Ein Bootloader ist das erste Softwareprogramm, das beim Start eines Rechners ausgeführt wird. Er ist für das Laden und die Übergabe der Kontrolle an den Betriebssystemkernel verantwortlich. In Fedora ist der Kernel Linux. Der Kernel initialisiert anschließend das restliche Betriebssystem.
GRUB2 ist der Nachfolger der vorherigen Version GRUB (Version 0.9x). Die Originalversion ist unter dem Namen GRUB Legacy verfügbar.
Seit Fedora 16 ist GRUB2 der Standard-Bootloader auf x86-BIOS-Systemen. Bei Aktualisierungen von BIOS-Systemen wird standardmäßig ebenfalls GRUB2 installiert, die Bootloader-Konfiguration kann aber auch komplett übersprungen werden.
Ermittlung des Firmware-Typs
Um herauszufinden, welche Firmware Ihr Gerät verwendet, führen Sie folgenden Befehl aus:
[ -d /sys/firmware/efi ] && echo UEFI || echo BIOS
Die Ausgabe liefert nur UEFI oder BIOS, abhängig von der Firmware, die auf Ihrem Gerät ausgeführt wird.
GRUB2 auf einem BIOS-System installieren
Normalerweise wird GRUB2 vom Installationsprogramm Anaconda während des Installationsprozesses installiert und eingerichtet. Sie werden GRUB2 wahrscheinlich nie manuell installieren müssen. In bestimmten Situationen kann es jedoch sinnvoll sein, GRUB2 manuell zu installieren, insbesondere wenn Sie die bestehende GRUB2-Installation reparieren oder deren Konfiguration ändern möchten.
Dieses Verfahren zeigt die Schritte zur Installation von GRUB2 im Master Boot Record (MBR) Ihrer primären Festplatte.
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Stellen Sie sicher, dass die GRUB2-Pakete und das os-prober-Paket auf Ihrem System installiert sind.
dnf list installed | grep grub -
Um automatisch Informationen über Ihre Festplatten und die darauf installierten Betriebssysteme zu sammeln, muss das Paket
os-proberauf Ihrem System installiert sein.
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Listen Sie die im System verfügbaren blockorientierten Geräte auf.
lsblk -
Identifizieren Sie die primäre Festplatte. Normalerweise handelt es sich um das Gerät
sda. -
Installieren Sie GRUB2 im MBR der primären Festplatte.
grub2-install /dev/sda -
Erstellen Sie eine Konfigurationsdatei für GRUB2.
grub2-mkconfig -o /boot/grub2/grub.cfg -
Starten Sie Ihren Rechner neu, um mit dem neu installierten Bootloader zu booten.
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Weitere Informationen
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Der Befehl
grub2-mkconfigerstellt eine neue Konfiguration basierend auf dem aktuell laufenden System. Er sammelt Informationen aus der Partition (bzw. dem Verzeichnis)/boot, aus der Datei/etc/default/grubund den anpassbaren Skripten in/etc/grub.d. -
Das Konfigurationsformat ändert sich mit der Zeit, und eine neue Konfigurationsdatei kann mit älteren Versionen des Bootloaders unter Umständen inkompatibel sein. Führen Sie daher immer
grub2-installaus, bevor Sie die Konfigurationsdatei mitgrub2-mkconfigerstellen. -
In Fedora ist die manuelle Bearbeitung der Datei
/boot/grub2/grub.cfgim Allgemeinen unbedenklich. Grubby in Fedora passt die Konfiguration bei Kernel-Aktualisierungen automatisch an und versucht, nur die unbedingt notwendigen Änderungen vorzunehmen. Manuelle Änderungen können bei der Aktualisierung des Systems mit Anaconda durchgrub2-mkconfigüberschrieben werden. Anpassungen in den Dateien/etc/grub.d/40_customoder/boot/grub2/custom.cfgbleiben auch nach Ausführung des Befehlsgrub2-mkconfigerhalten.
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GRUB2 auf einem UEFI-System installieren
Normalerweise wird GRUB2 vom Installationsprogramm Anaconda während des Installationsprozesses installiert und eingerichtet. Sie werden GRUB2 wahrscheinlich nie manuell installieren müssen. In bestimmten Situationen kann es jedoch sinnvoll sein, GRUB2 manuell zu installieren, insbesondere wenn Sie die bestehende GRUB2-Installation reparieren oder deren Konfiguration ändern möchten.
Diese Anleitung beschreibt die Schritte zur Installation von GRUB2 auf einem UEFI-System unter Fedora 18 oder neuer. Die Vorgehensweise erfolgt in vier Schritten.
Erstellen einer EFI-Systempartition
Die UEFI-Firmware erfordert das Booten von einer EFI-Systempartition auf einer Festplatte mit einem GPT-Label. So erstellen Sie eine solche Partition:
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Listen Sie die verfügbaren blockorientierten Geräte auf, um einen geeigneten Ort für die Erstellung Ihres ESP zu finden. + [source, bash]
lsblk -f -p
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Erstellen Sie auf der primären Festplatte eine Partition mit mindestens 128 MiB Größe und einem GPT-Label.
gdisk /dev/sdaFür dieses Verfahren gehen wir davon aus, dass die erstellte Partition als
/dev/sda1erkannt wird. -
Formatieren Sie die Partition mit dem FAT32-Dateisystem.
mkfs.vfat /dev/sda1 -
Erstellen Sie das Verzeichnis
/boot/efials Einhängepunkt für die neue Partition.mkdir /boot/efi -
Hängen Sie die Partition
/boot/efiein.mount /dev/sda1 /boot/efi -
Fahren Sie mit dem nächsten Teil fort.
Die Bootloader-Dateien installieren
Um GRUB2 auf UEFI-Systemen verwenden zu können, müssen Sie die erforderlichen Pakete installieren:
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Installieren Sie die benötigten Pakete neu. + [source, bash]
dnf reinstall grub2-efi grub2-efi-modules shim-\*
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Falls der obige Befehl mit einem Fehler endet, installieren Sie die Pakete.
dnf install grub2-efi grub2-efi-modules shim-\* -
Weitere Informationen
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Dadurch werden das signierte shim und die GRUB2-Binärdatei installiert.
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Eine GRUB2-Konfiguration erstellen
Wenn Sie bereits über eine funktionierende EFI-Konfigurationsdatei für GRUB2 verfügen, müssen Sie nichts weiter tun.
Anderenfalls erstellen Sie die Konfigurationsdatei mit dem Befehl grub2-mkconfig.
grub2-mkconfig -o /boot/grub2/grub.cfg
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Weitere Informationen
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Unter EFI sucht GRUB2 seine Konfiguration in
/boot/efi/EFI/fedora/grub.cfg. Das Postinstall-Skript vongrub2-commoninstalliert jedoch ein kleines shim, welches die Standardkonfiguration in/boot/grub2/grub.cfgverwendet, welche oben generiert wurde. Um diese Modifikation auf die Standardeinstellungen zurückzusetzen, löschen Sie die vorhandene Datei/boot/efi/EFI/fedora/grub.cfgund installieren Sie anschließendgrub2-commonneu.rm -f /boot/efi/EFI/fedora/grub.cfg dnf reinstall grub2-common -
Damit neu installierte Kernel funktionieren, erwartet
grubby, dass/etc/grub2-efi.cfgein symbolischer Link zur eigentlichengrub.cfgist (zum Beispiel/boot/grub2/grub.cfg).
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Probleme mit dem UEFI-Bootloader lösen
Beim Einschalten des Systems sucht die Firmware nach EFI-Variablen, die den Startvorgang steuern. Auf laufenden Systemen, die im EFI-Modus gestartet wurden und deren EFI-Laufzeitdienste korrekt funktionieren, kann das Startmenü mit efibootmgr konfiguriert werden.
Falls nicht, kann shim beim Bootstrapping helfen. Das EFI-Programm /boot/efi/EFI/BOOT/fallback.efi sucht in Ihrer ESP nach Dateien namens BOOT.CSV und fügt entsprechende Boot-Einträge hinzu. Der Befehl shim erstellt eine eigene BOOT.CSV-Datei, die einen Eintrag für grub2-efi hinzufügt.
Während des Bootvorgangs können Sie die EFI Shell verwenden, um das Profil fallback.efi aufzurufen und das System zu starten:
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Wechseln Sie in die Bootpartition.
fs0:
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Navigieren Sie in das Verzeichnis
EFI\BOOT.> cd EFI\BOOT
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Rufen Sie das
fallback.efi-Profil auf.> fallback.efi
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Wenn Sie überhaupt keine Boot-Einträge haben, sollte das Booten von Ihrer Festplatte im UEFI-Modus automatisch
/boot/efi/EFI/BOOT/BOOTX64.EFIaufrufen, welches wiederumfallback.efiaufruft. -
Falls Sie bereits fehlerhafte Boot-Einträge haben, müssen Sie diese entweder löschen oder die Datei
BOOT.CSVbearbeiten, um neue Einträge mit anderen Namen zu erstellen.
Hinzufügen anderer Betriebssysteme zum GRUB2-Menü
Normalerweise ist GRUB2 so voreingestellt, dass es während der Fedora-Installation mehrere Betriebssysteme startet. Falls möglich, empfiehlt es sich, zunächst Nicht-Linux-Betriebssysteme zu installieren. Dadurch werden diese Betriebssysteme und ihre Speicherorte während der Installation automatisch erkannt und korrekt konfiguriert.
Das Hinzufügen weiterer Einträge zum GRUB2-Menü bedeutet lediglich, den Befehl grub2-mkconfig auszuführen, um die Konfigurationsdateien neu zu generieren. Dabei werden alle dem System bekannten Betriebssysteme in die Konfiguration aufgenommen. Durch die Neuinstallation von GRUB2 wird diese Konfiguration für zukünftige Systemstarts verwendet.
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Stellen Sie sicher, dass sich die Betriebssysteme auf Datenträgern befinden, die mit dem System verbunden sind.
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Das Paket
os-proberist installiert.
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Erstellen Sie die GRUB2-Konfigurationsdatei neu.
grub2-mkconfig -o /boot/grub2/grub.cfg -
Installieren Sie GRUB2.
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Auf UEFI-Systemen.
dnf reinstall shim-\* grub2-efi-\* grub2-common -
Bei BIOS-Systemen muss die Festplatte angegeben werden, auf der der Bootloader installiert werden soll.
grub2-install /dev/sda
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Der Befehl
grub2-mkconfigfügt Einträge für alle Betriebssysteme hinzu, die er finden kann. -
Wenn Probleme auftreten, suchen Sie im GRUB-Handbuch, um Probleme beim Starten sekundärer Betriebssysteme zu beheben.
Standardeintrag für GRUB2 festlegen
Da grub2-mkconfig (und os-prober) nicht abschätzen können, welches der gefundenen Betriebssysteme als Standard festgelegt werden soll, lässt sich die Reihenfolge der Einträge in /boot/grub2/grub.cfg in der Regel nicht vorhersagen. Um das Standardlayout zu ändern, muss der Standard anhand von name oder des title festgelegt werden.
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Öffnen Sie
/etc/default/grubund vergewissern Sie sich, dass diese Zeilen in der Datei vorhanden sind.GRUB_DEFAULT=saved GRUB_SAVEDEFAULT=false -
Falls Sie den Inhalt von
/etc/default/grubändern müssen, wenden Sie die Änderungen aufgrub.cfgan.grub2-mkconfig -o /boot/grub2/grub.cfg
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Listen Sie alle möglichen Menüeinträge auf.
grep -P "^menuentry" /boot/grub2/grub.cfg | cut -d "'" -f2 -
Wählen Sie eine der angezeigten Optionen aus und verwenden Sie diese als Argument, um den Standardmenüeintrag festzulegen.
grub2-set-default <Menüeintrag> -
Überprüfen Sie den Standardmenüeintrag
grub2-editenv - list -
Erstellen Sie die GRUB2-Konfigurationsdatei neu und installieren Sie den Bootloader im MBR neu, wie unter Hinzufügen anderer Betriebssysteme zum GRUB2-Menü beschrieben.
Wenn Sie sich der damit verbundenen Risiken bewusst sind, können Sie die Datei /boot/grub2/grub.cfg manuell bearbeiten. Legen Sie in diesem Fall die Nummer des Standardbetriebssystems mithilfe der Variable set default fest.
Zum Beispiel:
set default="5"
|
Wenn Sie die Konfigurationsdatei manuell bearbeiten, werden die Einstellungen jedes Mal überschrieben, wenn der Befehl |
Wiederherstellen des Bootloaders mithilfe der Live-Disk
Manchmal, insbesondere nach der Installation eines zweiten Betriebssystems, wird der Master Boot Record beschädigt, was dann verhindert, dass das ursprüngliche Linux-System startet.
In diesem Fall muss GRUB2 neu installiert werden, um die ursprünglichen Einstellungen wiederherzustellen. Dabei werden nicht nur alle installierten Betriebssysteme erkannt, sondern in der Regel auch zu den GRUB2-Konfigurationsdateien hinzugefügt, sodass sie alle von GRUB2 gestartet werden können.
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Laden Sie das Fedora-Live-ISO-Abbild von fedoraproject.org herunter.
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Bereiten Sie ein bootfähiges Medium mithilfe der heruntergeladenen ISO-Datei vor, entweder eine CD oder ein USB-Medium.
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Starten Sie das Fedora-Live-System von dem von Ihnen erstellten bootfähigen Gerät.
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Öffnen Sie das Terminal.
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Untersuchen Sie das Partitionslayout und identifizieren Sie die Partitionen
/bootund/root.lsblk -f -p -
Wenn Ihre
/root-Partition mit LUKS verschlüsselt ist, muss sie entschlüsselt werden.-
Stellen Sie sicher, dass das Verschlüsselungsmodul verwendet wird.
modprobe dm-crypt -
Entschlüsseln Sie die
/root-Partition (z.B./dev/sda3).cryptsetup luksOpen /dev/sda3 myvolumeAuf das entschlüsselte Gerät (d.h.
myvolume) kann unter/dev/mapperzugegriffen werden.
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Folgen Sie den BTRFS-Schritten (wird standardmäßig in Fedora 33 oder neueren Versionen verwendet).
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Hängen Sie die
/root-Partition ein.-
Für LUKS.
mount /dev/mapper/myvolume /mnt -o subvol=root -
Für nicht-LUKS.
mount /dev/sda3 /mnt -o subvol=root
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Folgen Sie den LVM-Schritten (die vor Fedora 33 standardmäßig verwendet wurden).
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Scannen Sie die LVM-Volumes nach der Datenträgergruppe, die der Partition
/rootentspricht.vgscan -
Aktivieren Sie die Datenträgergruppe (z.B.
fedora).vgchange -ay fedora -
Ermitteln Sie den logischen Datenträger, der
/rootentspricht.lvsAuf den logischen Datenträger kann unter
/dev/mapperzugegriffen werden. -
Hängen Sie den logischen Datenträger ein (z.B.
/dev/mapper/fedora-root), der der Partition/rootentspricht.mount /dev/mapper/fedora-root /mnt
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Hängen Sie die
/boot-Partition (z.B./dev/sda2) ein.mount /dev/sda2 /mnt/boot -
Hängen Sie Systemprozesse und Geräte in das
/root-Dateisystem ein.mount -o bind /dev /mnt/dev mount -o bind /proc /mnt/proc mount -o bind /sys /mnt/sys mount -o bind /run /mnt/run -
Bei UEFI-Systemen muss das Verzeichnis
efivarsgebunden und die EFI-Systempartition (z.B./dev/sda1) eingebunden werden.mount -o bind /sys/firmware/efi/efivars /mnt/sys/firmware/efi/efivars mount /dev/sda1 /mnt/boot/efi -
Wechseln Sie zu dem unter
/mnteinghängten Dateisystem.chroot /mnt -
Re-installieren Sie GRUB2.
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Auf UEFI-Systemen werden mehrere Pakete benötigt.
dnf reinstall shim-\* grub2-efi-\* grub2-common -
Bei BIOS-Systemen muss die Festplatte (z.B.
/dev/sda) angegeben werden, auf der GRUB2 installiert werden soll.grub2-install /dev/sda
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Erstellen Sie die GRUB2-Konfigurationsdatei neu.
grub2-mkconfig -o /boot/grub2/grub.cfg -
Synchronisieren Sie die Chroot-Umgebung und verlassen Sie sie.
sync && exit -
Starten Sie das System neu.
Verwendung der GRUB2-Eingabeaufforderung
Bei fehlerhafter Konfiguration kann GRUB2 möglicherweise nicht geladen werden und anschließend die Boot-Eingabeaufforderung anzeigen. Um das System zu starten, führen Sie die folgenden Schritte aus.
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Laden Sie die notwendigen Module, um die Partitionen Ihres Systems zu lesen (Sie müssen außerdem
part_msdosoderpart_gptladen, abhängig von Ihrer Partitionstabelle).-
Für BTRFS-Dateisysteme (Fedora 33 oder neuer).
grub> insmod btrfs
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Für LVM-Dateisysteme (älter als Fedora 33).
grub> insmod xfs grub> insmod lvm
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Listen Sie die Laufwerke auf, die GRUB2 erkennt.
grub> ls
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Untersuchen Sie die Ausgabe, um die Partitionstabelle des Geräts
/dev/sdazu verstehen. Das folgende Beispiel zeigt eine DOS-Partitionstabelle mit drei Partitionen.(hd0) (hd0,msdos3) (hd0,msdos2) (hd0,msdos1)
Eine GPT-Partitionstabelle des Geräts
/dev/sdamit vier Partitionen könnte wie folgt aussehen.(hd0) (hd0,gpt4) (hd0,gpt3) (hd0,gpt2) (hd0,gpt1)
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Untersuchen Sie jede Partition des Laufwerks und lokalisieren Sie Ihre
vmlinuz- undinitramfs-Dateien.grub> ls (hd0,1)/
Das Ergebnis des vorherigen Befehls listet die Dateien auf
/dev/sda1auf. Die Partition, die das Verzeichnis/bootenthält, ist die richtige. Dort suchen Sie nach den vollständigen Namen der Dateienvmlinuzundinitramfs. -
Folgen Sie den Anweisungen unter Vorkonfiguration für BTRFS-Dateisysteme oder Vorkonfiguration für LVM-Dateisysteme, um Ihr System wiederherzustellen.
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Nach Abschluss der Vorkonfiguration starten Sie das System.
grub> boot
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Um die Funktionalität des Bootloaders wiederherzustellen, muss die GRUB2-Konfigurationsdatei neu erstellt und der Bootloader neu installiert werden, wie in Hinzufügen anderer Betriebssysteme zum GRUB2-Menü beschrieben.
Vorkonfiguration für BTRFS-Dateisysteme
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Auf BIOS-Systemen.
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Setzen Sie das GRUB2-Root-Verzeichnis auf Ihre
/boot-Partition. Wenn Ihre/boot-Partition(hd0,msdos1)ist, lautet der Befehl wie folgt.grub> set root=(hd0,msdos1)
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Wählen Sie als Nächstes den gewünschten Kernel aus. Legen Sie die
/root-Partition fest (z.B./dev/sda2).grub> linux /vmlinuz-5.14.10-300.fc35.x86_64 root=/dev/sda2 ro rootflags=subvol=root
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Auf UEFI-Systemen.
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Setzen Sie das GRUB2-Root-Verzeichnis auf Ihre EFI-Systempartition. Wenn Ihre EFI-Systempartition
(hd0,gpt1)lautet, verwenden Sie diesen Befehl.grub> set root=(hd0,gpt1)
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Wählen Sie anschließend den gewünschten Kernel aus. Suchen Sie den Pfad zu
vmlinuzund legen Sie die/root-Partition fest (z.B./dev/sda3).grub> linux (hd0,gpt2)/vmlinuz-5.14.10-300.fc35.x86_64 root=/dev/sda3 ro rootflags=subvol=root
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Wählen Sie das RAM-Dateisystem aus, das geladen werden soll.
grub> initrd (hd0,gpt2)/initramfs-5.14.10-300.fc35.x86_64.img
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Vorkonfiguration für LVM-Dateisysteme
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Auf BIOS-Systemen.
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Setzen Sie das GRUB2-Root-Verzeichnis auf Ihre
/boot-Partition. Wenn Ihre/boot-Partition(hd0,msdos1)lautet, verwenden Sie diesen Befehl.grub> set root=(hd0,msdos1)
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Wählen Sie als Nächstes den gewünschten Kernel aus. Legen Sie
rootauf den logischen Datenträger fest, der dem Verzeichnis/rootentspricht.grub> linux /vmlinuz-3.0.0-1.fc16.i686 root=/dev/mapper/fedora-root
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Wählen Sie das RAM-Dateisystem aus, das geladen werden soll.
grub> initrd /initramfs-3.0.0-1.fc16.i686.img
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Auf UEFI-Systemen.
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Setzen Sie das GRUB2-Root-Verzeichnis auf Ihre EFI-Systempartition. Wenn Ihre EFI-Systempartition
(hd0,gpt1)lautet, verwenden Sie diesen Befehl.set root=(hd0,gpt1)
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Wählen Sie anschließend den gewünschten Kernel aus. Suchen Sie den Pfad zu
vmlinuzund legen Sierootauf den logischen Datenträger fest, der dem Verzeichnis/rootentspricht.linux (hd0,gpt2)/vmlinuz-3.0.0-1.fc16.i686 root=/dev/mapper/fedora-root
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Wählen Sie das RAM-Dateisystem aus, das geladen werden soll.
initrd (hd0,gpt2)/initramfs-3.0.0-1.fc16.i686.img
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Starten des Systems mithilfe einer Konfigurationsdatei auf einer anderen Partition
Wenn Sie in der GRUB2-Boot-Eingabeaufforderung landen, können Sie auch von einer Konfigurationsdatei auf einer anderen Partition booten, wie es häufig bei Multiboot-Systemen mit Ubuntu und Fedora der Fall ist. Gehen Sie wie folgt vor, wenn Sie von einer Konfigurationsdatei auf einer anderen Partition booten möchten.
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Laden Sie die notwendigen Module, um die Partitionen Ihres Systems zu lesen (Sie müssen außerdem
part_msdosoderpart_gptladen, abhängig von Ihrer Partitionstabelle).-
Für BTRFS-Dateisysteme.
grub> insmod btrfs
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Für LVM-Dateisysteme.
grub> insmod xfs grub> insmod lvm
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Setzen Sie das GRUB2-Root-Verzeichnis auf Ihre
/boot-Partition. Auf UEFI-Systemen sollten Sie das GRUB2-Root-Verzeichnis auf die EFI-Systempartition setzen.grub> set root=(hd0,msdos1)
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Geben Sie den Pfad zur Konfigurationsdatei an.
grub> configfile /grub2/grub.cfg
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Die Zeile hd0,msdos1 zeigt die entsprechende Partition
/bootan, die die Dateigrub.cfgenthält. Die Einstellung kann auf Ihrem System abweichen. Weitere Informationen finden Sie unter Verwendung der GRUB2-Boot-Eingabeaufforderung.
Ein Passwort für den interaktiven Bearbeitungsmodus festlegen
Wenn Sie den interaktiven Bearbeitungsmodus von GRUB2 mit einem Passwort schützen, normalen Benutzern aber den Start des Computers ermöglichen möchten, verwenden Sie den Befehl grub2-set-password. Sie werden zur Eingabe des Passworts aufgefordert und müssen es anschließend bestätigen. Das verschlüsselte Passwort wird in der Datei /boot/grub2/user.cfg gespeichert.
Um den Passwortschutz zu entfernen, löschen Sie einfach die Datei user.cfg.
Alternativ können Sie dies manuell einrichten:
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Erstellen Sie die Datei
/etc/grub.d/01_usersund schreiben Sie die folgenden Zeilen in die Datei.cat << EOF set superusers="root" export superusers password root <password> EOF -
Erstellen Sie die GRUB2-Konfigurationsdatei neu, wie in Hinzufügen anderer Betriebssysteme zum GRUB2-Menü beschrieben.
Sie können das Passwort mit pbkdf2 verschlüsseln. Verwenden Sie grub2-mkpasswd-pbkdf2, um das Passwort zu verschlüsseln, und ersetzen Sie dann die Passwortzeile durch:
password_pbkdf2 root grub.pbkdf2.sha512.10000.1B4BD9B60DE889A4C50AA9458C4044CBE129C9607B6231783F7E4E7191D8254C0732F4255178E2677BBE27D03186E44815EEFBAD82737D81C87F5D24313DDDE7.E9AEB53A46A16F30735E2558100D8340049A719474AEEE7E3F44C9C5201E2CA82221DCF2A12C39112A701292BF4AA071EB13E5EC8C8C84CC4B1A83304EA10F74
Um den Passwortschutz zu entfernen, löschen Sie einfach die Änderungen, die Sie an der Datei /etc/grub.d/01_users vorgenommen haben, und generieren Sie die GRUB2-Konfigurationsdatei wie zuvor neu.
Weitere Details finden Sie in der Ubuntu-Hilfe: GRUB2-Passwörter.
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Ab Fedora 15 muss die Kickstart-Option |
Umgang mit der Fehlermeldung „Absent Floppy Disk“
Einige Benutzer berichten, dass die Installation von GRUB2 auf dem Bootsektor einer Partition fehlschlagen kann, wenn der Diskettencontroller des Computers im BIOS aktiviert ist, aber kein Diskettenlaufwerk vorhanden ist. In solchen Fällen wird die Fehlermeldung Absent Floppy Disk angezeigt.
Um dieses Problem zu umgehen, wechseln Sie in den Rettungsmodus und folgen Sie der Vorgehensweise in GRUB2 auf einem BIOS-System installieren GRUB2, verwenden Sie jedoch die Option --no-floppy mit dem Befehl grub2-install.
# grub2-install <Zielgerät> --no-floppy
Verwendung alter Grafikmodi im Bootloader
Das Endgerät wird mit GRUB_TERMINAL ausgewählt. Weitere Informationen finden Sie im Grub-Handbuch.
Gültige Terminalausgabenamen hängen von der Plattform ab, können aber beispielsweise console (PC BIOS- und EFI-Konsolen), serial (serielles Terminal), gfxterm (Grafikmodus-Ausgabe), ofconsole (Open Firmware-Konsole) oder vga_text (VGA-Textausgabe, hauptsächlich nützlich bei Coreboot) umfassen.
Standardmäßig wird die native Terminalausgabe der Plattform verwendet.
In Fedora ist gfxterm die Standardoption. So erhalten Sie die älteren Grafikmodi:
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Bearbeiten Sie die Datei
/etc/default/grub. -
Setzen Sie die Variable
GRUB_TERMINALauf eine der oben genannten Optionen. -
Erstellen Sie die GRUB2-Konfigurationsdatei neu und installieren Sie den Bootloader im MBR neu, wie unter Hinzufügen anderer Betriebssysteme zum GRUB2-Menü beschrieben.
Die serielle Konsole in GRUB2 aktivieren
So aktivieren Sie die serielle Konsole in GRUB:
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Bearbeiten Sie die Datei
/etc/default/grub. -
Passen Sie
baudrate,parity,bitsundflowan Ihre Umgebung und Kabel an; siehe Beispiel.GRUB_CMDLINE_LINUX='console=tty0 console=ttyS0,115200n8' GRUB_TERMINAL=serial GRUB_SERIAL_COMMAND="serial --speed=115200 --unit=0 --word=8 --parity=no --stop=1"
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Erstellen Sie die GRUB2-Konfigurationsdatei neu und installieren Sie den Bootloader im MBR neu, wie in Hinzufügen anderer Betriebssysteme zum GRUB2-Menü beschrieben.
Weitere Ressourcen
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