Java installieren
Java ist eine beliebte Programmiersprache, mit der sich Programme auf vielen Plattformen, darunter auch Fedora, ausführen lassen. Um Java-Programme zu erstellen, benötigen Sie ein JDK (Java Development Kit). Zum Ausführen eines Java-Programms benötigen Sie eine JVM (Java Virtual Machine), die mit der JRE (Java Runtime Environment) bereitgestellt wird. Installieren Sie im Zweifelsfall das JDK, da dies mitunter auch dann erforderlich ist, wenn Sie keine Java-Programme schreiben möchten.
Es gibt viele Java-Varianten und von jeder Variante zahlreiche Versionen. Wenn Sie eine bestimmte Anwendung ausführen möchten, prüfen Sie in der Dokumentation der Software, welche Java-Versionen unterstützt oder getestet wurden. Die meisten Java-Anwendungen laufen auf einem der folgenden:
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OpenJDK – eine Open-Source-Implementierung der Java-Plattform, Standard-Edition. Dies ist die bevorzugte Version, die in Fedora enthalten ist.
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Oracle Java SE – Das frühere Oracle SE wird nicht mehr von Fedora vertrieben.
Sie finden die folgenden Versionen:
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Die
LTS-Versions mit Langzeitunterstützung, gegenwärtig 21, 25 -
die neueste, gegenwärtig 26
OpenJDK installieren
So installieren Sie OpenJDK aus den Fedora-Paketquellen:
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Führen Sie folgenden Befehl aus, um die verfügbaren Versionen aufzulisten:
$ dnf search openjdk
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Kopieren Sie die Version von OpenJDK, die Sie installieren möchten.
| Es sind verschiedene Varianten von OpenJDK verfügbar. Informationen zu diesen Optionen finden Sie auf der OpenJDK-Webseite. |
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Führen Sie folgenden Befehl aus, um OpenJDK zu installieren:
$ sudo dnf install <openjdk-Paketname>
Beispiele:
$ sudo dnf install java-21-openjdk
$ sudo dnf install java-25-openjdk
$ sudo dnf install java-latest-openjdk
OpenJDK für Entwicklungszwecke installieren
Um das Java Development Kit, die Laufzeitumgebung und die zugehörigen Entwicklungswerkzeuge zu installieren:
$ sudo dnf install <openjdk-Paketname>-devel
Beispiele:
$ sudo dnf install java-21-openjdk-devel
$ sudo dnf install java-25-openjdk-devel
$ sudo dnf install java-latest-openjdk-devel
Installieren einer älteren Java-Version
Eine ältere Version von Java installieren:
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Installieren Sie die Paketquelle „Adoptium Temurin Java“:
$ sudo dnf install adoptium-temurin-java-repository
Aktivieren Sie anschließend die Drittanbieter-Paketquellen:
$ sudo fedora-third-party enable
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Führen Sie folgenden Befehl aus, um die verfügbaren Versionen aufzulisten:
$ dnf search temurin
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Kopieren Sie die Version von Temurin, die Sie installieren möchten.
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Führen Sie den folgenden Befehl aus, um das Temurin-JDK zu installieren:
$ sudo dnf install <temurin-Paketname>
Beispiele:
$ sudo dnf install temurin-8-jdk
$ sudo dnf install temurin-17-jdk
Ein Temurin--jdk-Paket enthält bereits die JRE. Installieren Sie nicht sowohl die -jdk- als auch die -jre-Variante derselben Version, da dies zu doppelten java-Einträgen in alternatives führt.
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Oracle Java SE installieren
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So installieren Sie Oracle Java SE:
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Navigieren Sie zur Downloadseite für Oracle Java SE und wählen Sie die gewünschte Java-Version aus.
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Akzeptieren Sie die Lizenzvereinbarung und laden Sie die passende tar.gz-Datei für Ihre Systemarchitektur herunter.
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Entpacken Sie die tar.gz-Datei an einem beliebigen Ort. Um sie beispielsweise in das Verzeichnis /opt zu entpacken:
$ sudo tar xf Downloads/jdk-25_linux-x64_bin.tar.gz -C /opt -
Setzen Sie die Umgebungsvariable JAVA_HOME auf dieses Verzeichnis. Zum Beispiel:
$ export JAVA_HOME=/opt/jdk-25.0.1.1
| Laden Sie immer die neueste verfügbare Version herunter. |
Zwischen den Java-Versionen wechseln
Möglicherweise sind mehrere Versionen von Java auf Ihrem System installiert; Sie können zwischen ihnen wechseln.
Nach Ausführung dieses Befehls wird eine Liste aller installierten Java-Versionen angezeigt. Wählen Sie folgendermaßen aus:
$ sudo alternatives --config java
Geben Sie einfach eine Auswahlnummer ein, um festzulegen, welche ausführbare Java-Datei standardmäßig verwendet werden soll.
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überprüfen:
$ java -version
JDK-Referenz
Die folgende Liste enthält Java-bezogene Abkürzungen als Referenz:
- JRE
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Java-Laufzeitumgebung; erforderlich zum Ausführen von Java-Code und -Anwendungen
- JVM
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Virtuelle Java-Maschine; Hauptkomponente der JRE
- JDK
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Java Development Kit; wird nur für die Entwicklung und Programmierung benötigt
- SDK
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Software Development Kit; siehe JDK
- JavaFX
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JavaFX ist eine Plattform zur Erstellung und Bereitstellung von Desktop—Anwendungen
- OpenJFX
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ist die Open-Source-Implementierung von JavaFX
- OpenJDK
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Open-Source-Implementierung der Java-Plattform; siehe openjdk.org
- JSE, J2SE, JEE, …
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sind veraltete Abkürzungen für Java Standard & Enterprise Edition; JavaSE ist wie JRE
JDK-Komponenten
Die Hauptbestandteile des JDK sind eine Sammlung von Programmierwerkzeugen, darunter:
java-
der Lader für Java-Anwendungen; interpretiert die von
javacerzeugten Klassendateien javac-
dDer Java-Compiler, der Quellcode in Java-Bytecode umwandelt
javadoc-
der Dokumentationsgenerator, der automatisch Dokumentation aus Quellcodekommentaren erzeugt
jar-
Das Archivierungsprogramm packt zusammengehörige Klassenbibliotheken in eine einzige JAR-Datei
jarsigner-
Signier- und Verifizierungswerkzeug für Jar-Dateien
javap-
der Klassendatei-Disassembler
jdb-
der Debugger
jdeps-
analysiert Abhängigkeiten von Klassendateien; nützlich zur Identifizierung erforderlicher Module
jhsdb-
der HotSpot-Debugger; stellt Wartungswerkzeuge bereit, um sich an eine laufende JVM anzuhängen oder einen Core Dump zu analysieren
jinfo-
liest Konfigurationsinformationen aus einem laufenden Java-Prozess oder einem Absturzprotokoll aus
jlink-
stellt ein benutzerdefiniertes Java-Laufzeit-Abbild zusammen und optimiert es so, dass es nur die Module enthält, die Ihre Anwendung benötigt
jmap-
gibt die Speicherbelegung für einen Java-Prozess aus und kann Heap-Speicherdetails eines bestimmten Prozesses oder Core-Dumps ausgeben
jmc-
Java Mission Control – ein Werkzeug zur Verwaltung, Überwachung, Profilerstellung und Fehlerbehebung von Java-Anwendungen
jmod-
erstellt und verwaltet JMOD-Dateien, die nativen Code sowie Konfigurationsdateien enthalten können, welche für das JAR-Format ungeeignet sind
jpackage-
paketiert eine Java-Anwendung in ein plattformspezifisches Installationsprogramm oder eine ausführbare Datei
jps-
listet die instrumentierten HotSpot Java Virtual Machines (JVMs) auf dem Zielsystem auf
jrunscript-
Java-Befehlszeilen-Skript-Shell
jshell-
eine interaktive Java-REPL (Read-Eval-Print Loop) für das Prototyping und die Erkundung von Java-Code
jstack-
gibt Java-Stacktraces von Java-Threads aus
jstat-
Java Virtual Machine-Statistiküberwachungswerkzeug
jstatd-
jstat-Daemon
JConsole-
Java-Überwachungs- und Verwaltungskonsole
keytool-
Werkzeug zur Manipulation des Keystores
xjc-
Teil der Java API for XML Binding (JAXB). Sie akzeptiert ein XML-Schema und generiert Java-Klassen.
Das JDK enthält außerdem eine vollständige Java-Laufzeitumgebung, die aufgrund ihrer Trennung von der „regulären“ JRE und ihres zusätzlichen Inhalts üblicherweise als private Laufzeitumgebung bezeichnet wird. Sie besteht aus einer Virtuellen Java-Maschine und allen in der Produktivumgebung vorhandenen Klassenbibliotheken sowie zusätzlichen Bibliotheken, die nur für Entwickler nützlich sind, wie beispielsweise den Internationalisierungs- und den IDL-Bibliotheken.
Weitere Ressourcen
Für Java in Fedora, siehe:
Weitere Informationen zu Java im Allgemeinen finden Sie hier:
Für die Entwicklung von Java-Anwendungen sollten Sie die folgenden Open-Source-IDEs in Betracht ziehen:
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