Java installieren

Héctor Louzao, Ankur Sinha, alciregi, Nico Shetty, chris-r Version F42 Last review: 2025-10-14

Java ist eine beliebte Programmiersprache, mit der sich Programme auf vielen Plattformen, darunter auch Fedora, ausführen lassen. Um Java-Programme zu erstellen, benötigen Sie ein JDK (Java Development Kit). Zum Ausführen eines Java-Programms benötigen Sie eine JVM (Java Virtual Machine), die mit der JRE (Java Runtime Environment) bereitgestellt wird. Installieren Sie im Zweifelsfall das JDK, da dies mitunter auch dann erforderlich ist, wenn Sie keine Java-Programme schreiben möchten.

Es gibt viele Java-Varianten und von jeder Variante zahlreiche Versionen. Wenn Sie eine bestimmte Anwendung ausführen möchten, prüfen Sie in der Dokumentation der Software, welche Java-Versionen unterstützt oder getestet wurden. Die meisten Java-Anwendungen laufen auf einem der folgenden:

  • OpenJDK – eine Open-Source-Implementierung der Java-Plattform, Standard-Edition. Diese Version wird empfohlen und ist in Fedora enthalten.

  • Oracle Java SE – Das frühere Oracle SE wird nicht mehr von Fedora vertrieben.

Sie finden die folgenden Versionen:

  • Die LTS-Versions mit Langzeitunterstützung, gegenwärtig 21, 25

  • die neueste, gegenwärtig 24

OpenJDK installieren

So installieren Sie OpenJDK aus den Fedora-Paketquellen:

  • Führen Sie folgenden Befehl aus, um die verfügbaren Versionen aufzulisten:

dnf search openjdk
  • Kopieren Sie die Version von OpenJDK, die Sie installieren möchten.

Es sind verschiedene Varianten von OpenJDK verfügbar. Informationen zu diesen Optionen finden Sie auf der OpenJDK-Webseite.
  • Führen Sie folgenden Befehl aus, um OpenJDK zu installieren:

sudo dnf install <openjdk-Paketname>

Beispiele:

sudo dnf install java-21-openjdk.x86_64
sudo dnf install java-25-openjdk.x86_64
sudo dnf install java-latest-openjdk.x86_64

OpenJDK für Entwicklungszwecke installieren

Um das Java Development Kit, die Laufzeitumgebung und die zugehörigen Entwicklungswerkzeuge zu installieren:

sudo dnf install <openjdk-Paketname>-devel

Beispiele:

sudo dnf install java-21-openjdk-devel.x86_64
sudo dnf install java-25-openjdk-devel.x86_64
sudo dnf install java-latest-openjdk-devel.x86_64

Installieren einer älteren Java-Version

Eine ältere Version von Java installieren:

  • Installieren Sie die Paketquelle „Adoptium Temurin Java“:

sudo dnf install adoptium-temurin-java-repository

Aktivieren Sie anschließend die Drittanbieter-Paketquellen:

sudo fedora-third-party enable
  • Führen Sie folgenden Befehl aus, um die verfügbaren Versionen aufzulisten:

dnf search temurin
  • Kopieren Sie die Version von Temurin, die Sie installieren möchten.

  • Führen Sie den folgenden Befehl aus, um das Temurin-JDK zu installieren:

sudo dnf install <temurin-Paketname>

Beispiele:

sudo dnf install temurin-8-jdk.x86_64
sudo dnf install temurin-17-jdk.x86_64

Oracle Java SE installieren

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So installieren Sie Oracle Java SE:

  1. Navigieren Sie zur Downloadseite für Oracle Java SE und wählen Sie die gewünschte Java-Version aus.

  2. Akzeptieren Sie die Lizenzvereinbarung und laden Sie die passende tar.gz-Datei für Ihre Systemarchitektur herunter.

  3. Entpacken Sie die tar.gz-Datei an einem beliebigen Ort. Um sie beispielsweise in das Verzeichnis /opt zu entpacken: sudo tar xf Downloads/jdk-25_linux-x64_bin.tar.gz -C /opt

  4. Setzen Sie die Umgebungsvariable JAVA_HOME auf dieses Verzeichnis. Zum Beispiel: export JAVA_HOME=/opt/jdk-25.0.1.1

Hinweis: Laden Sie immer die neueste verfügbare Version herunter.

Zwischen den Java-Versionen wechseln

Möglicherweise sind mehrere Versionen von Java auf Ihrem System installiert; Sie können zwischen ihnen wechseln.

Nach Ausführung dieses Befehls wird eine Liste aller installierten Java-Versionen angezeigt. Wählen Sie folgendermaßen aus:

sudo alternatives --config java

Geben Sie einfach eine Auswahlnummer ein, um festzulegen, welche ausführbare Java-Datei standardmäßig verwendet werden soll.

  • überprüfen:

java -version

JDK-Referenz

Die folgende Liste enthält Java-bezogene Abkürzungen als Referenz:

JRE

Java-Laufzeitumgebung; erforderlich zum Ausführen von Java-Code und -Anwendungen

JVM

Virtuelle Java-Maschine; Hauptkomponente der JRE

JDK

Java Development Kit; wird nur für die Entwicklung und Programmierung benötigt

SDK

Software Development Kit; siehe JDK

JavaWS

Java Web Start ist ein Framework zum Starten von Anwendungen aus dem Internet

JavaFX

JavaFX ist eine Plattform zur Erstellung und Bereitstellung von Desktop- und Rich-Internet-Apps

OpenJFX

ist die Open-Source-Implementierung von JavaFX

OpenJDK

Open-Source-Projekt hinter der Java-Plattform openjdk.java.net.

IcedTea

ist ein Unterstützungsprojekt für OpenJDK (nur für Entwickler) icedtea.classpath.org

IcedTea-Web

ist das „Java Web Start“-Paket (enthält nur noch JavaWS, keine Applets mehr); installieren Sie es, um JNPL-Dateien auszuführen

applets

ist eine veraltete Technologie; in keinem aktuellen Paket implementiert

JSE, J2SE, JEE, …​

sind veraltete Abkürzungen für Java Standard & Enterprise Edition; JavaSE ist wie JRE

JDK-Komponenten

Die Hauptbestandteile des JDK sind eine Sammlung von Programmierwerkzeugen, darunter:

appletviewer

kann verwendet werden, um Java-Applets ohne Webbrowser auszuführen und zu debuggen

apt

das Annotationsverarbeitungswerkzeug

extcheck

ist ein Hilfsprogramm zur Erkennung von JAR-Dateikonflikten

idlj

Der IDL-zu-Java-Compiler. Dieses Hilfsprogramm generiert Java-Bindings aus einer gegebenen Java-IDL-Datei.

jabswitch

Die Java Access Bridge. Stellt Hilfstechnologien auf Microsoft Windows-Systemen zur Verfügung.

java

Der Lader für Java-Anwendungen. Dieses Tool ist ein Interpreter und kann die vom javac-Compiler generierten Klassendateien interpretieren. Nun wird ein einziger Launcher für Entwicklung und Bereitstellung verwendet. Der alte Bereitstellungs-Launcher, die JRE, ist nicht mehr im Sun JDK enthalten und wurde durch diesen neuen Java-Lader ersetzt.

javac

dDer Java-Compiler, der Quellcode in Java-Bytecode umwandelt

javadoc

der Dokumentationsgenerator, der automatisch Dokumentation aus Quellcodekommentaren erzeugt

jar

Das Archivierungsprogramm packt zusammengehörige Klassenbibliotheken in eine einzige JAR-Datei. Dieses Tool hilft auch bei der Verwaltung von JAR-Dateien.

javafxpackager

Werkzeug zum Paketieren und Signieren von JavaFX-Anwendungen

jarsigner

Signier- und Verifizierungswerkzeug für Jar-Dateien

javah

der C-Header- und Stub-Generator wird verwendet, um native Methoden zu schreiben

javap

der Klassendatei-Disassembler

javaws

der Java Web Start Launcher für JNLP-Anwendungen

JConsole

Java-Überwachungs- und Verwaltungskonsole

jdb

der Debugger

jhat

Java-Heap-Analysewerkzeug (experimentell)

jinfo

Dieses Dienstprogramm liest Konfigurationsinformationen aus einem laufenden Java-Prozess oder einem Absturzprotokoll aus. (experimentell)

jmap

Dieses Dienstprogramm gibt die Speicherbelegung für Java aus und kann Speicherbelegungen gemeinsam genutzter Objekte oder Heap-Speicherdetails eines bestimmten Prozesses oder Core-Dumps ausgeben. (experimentell)

jmc

Java Mission Control

jps

Das Java Virtual Machine Process Status Tool listet die instrumentierten HotSpot Java Virtual Machines (JVMs) auf dem Zielsystem auf. (experimentell)

jrunscript

Java-Befehlszeilen-Skript-Shell.

jstack

Dienstprogramm zum Ausgeben der Java-Stacktraces von Java-Threads (experimentell)

jstat

Java Virtual Machine-Statistiküberwachungswerkzeug (experimentell)

jstatd

jstat-Daemon (experimentell)

keytool

Werkzeug zur Manipulation des Keystores

pack200

JAR-Kompressionswerkzeug

policytool

Das Werkzeug zur Erstellung und Verwaltung von Richtlinien kann Richtlinien für eine Java-Laufzeitumgebung festlegen und angeben, welche Berechtigungen für Code aus verschiedenen Quellen verfügbar sind

VisualVM

Visuelles Werkzeug zur Integration mehrerer JDK-Befehlszeilenwerkzeuge und leichter Leistungs- und Speicherprofilierungsfunktionen [Erläuterungen notwendig]

wsimport

Erzeugt portable JAX-WS-Artefakte zum Aufrufen eines Webdienstes.

xjc

Teil der Java API for XML Binding (JAXB). Sie akzeptiert ein XML-Schema und generiert Java-Klassen.

Das JDK enthält außerdem eine vollständige Java-Laufzeitumgebung, die aufgrund ihrer Trennung von der „regulären“ JRE und ihres zusätzlichen Inhalts üblicherweise als private Laufzeitumgebung bezeichnet wird. Sie besteht aus einer Virtuellen Java-Maschine und allen in der Produktivumgebung vorhandenen Klassenbibliotheken sowie zusätzlichen Bibliotheken, die nur für Entwickler nützlich sind, wie beispielsweise den Internationalisierungs- und den IDL-Bibliotheken.

Weitere Ressourcen

Für Java in Fedora, siehe:

Weitere Informationen zu Java im Allgemeinen finden Sie hier:

Für die Entwicklung von Java-Anwendungen sollten Sie die folgenden Open-Source-IDEs in Betracht ziehen: