Fedora auf dem Raspberry Pi
Der Raspberry Pi ist ein kreditkartengroßer, ARM-basierter Einplatinencomputer (SBC). Diese Dokumentation beschreibt die ersten Schritte.
Die Raspberry Pi 3-Serie, die 4-Serie und der Zero 2W werden offiziell unterstützt. Die Unterstützung für den Raspberry Pi 3 wurde mit Fedora 27 eingeführt, die Unterstützung für den Raspberry Pi 4 und den Zero 2W mit Fedora 37. Dies umfasst hardwarebeschleunigte Grafik, für die es zuvor keine Open-Source-Unterstützung gab.
Fedora hat jedoch beschlossen, die Unterstützung für (32 Bit) armv7/armhfp ab Fedora 37 einzustellen, sodass die Raspberry Pi 1-Serie, 2B und Zero nicht mehr unterstützt werden.
Der Raspberry Pi 5 wird noch nicht offiziell unterstützt.
Am Ende des Dokuments finden Sie einen Abschnitt mit häufig gestellten Fragen (FAQ), in dem erläutert wird, was unterstützt wird und was nicht.
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Ein unterstützter Raspberry Pi (unterstützte Boards).
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Ein Netzteil (Details auf raspberrypi.org).
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Zero 2 W: 2 Ampere
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3B und 3B+: 2.5 Ampere
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4B: 3.0 Ampere
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HDMI-kompatibler Monitor oder Fernseher.
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Ein Micro-HDMI-auf-HDMI-Adapter(-kabel) für den Raspberry Pi 4B.
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Ein Mini-HDMI-zu-HDMI-Adapter/Kabel für den Raspberry Pi Zero 2W.
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Eine USB-Tastatur und eine USB-Maus.
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Ein Micro-USB-zu-USB-A-Adapter, gegebenenfalls mit einem USB-Hub, für den Raspberry Pi Zero 2W, da dieser nur über einen einzigen Micro-USB-Anschluss für Daten verfügt.
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Falls Sie eine SD-Karte verwenden:
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Ein microSD-Kartenlesegerät.
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Eine microSD-Karte (16 GB oder größer).
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Bei Verwendung eines USB-Mediums mit USB-Bootfunktion:
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Ein USB-Medium, vorzugsweise USB 3.0 oder neuer (16 GB oder größer)
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Ein Rechner mit Microsoft Windows, macOS oder Linux.
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Ein Fedora ARM aarch64-Abbild, z.B. Workstation oder Server, von: https://fedoraproject.org/.
Die Vorgehensweise zur Installation von Fedora ARM auf einer microSD-Karte zur Vorbereitung der Verwendung von Fedora auf einem Raspberry Pi hängt vom Betriebssystem Ihres Rechners ab (Microsoft Windows, macOS oder Linux).
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Für Fedora-Benutzer siehe: Installation von Fedora auf einem Raspberry Pi mithilfe des Fedora ARM-Installers.
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Für Benutzer anderer Linux-Distributionen siehe: Installation von Fedora auf einem Raspberry Pi für Linux-Benutzer.
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Für Microsoft Windows-Benutzer siehe: Installation von Fedora auf einem Raspberry Pi für Microsoft Windows-Benutzer.
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Für macOS-Benutzer siehe: Installation von Fedora auf einem Raspberry Pi für macOS-Benutzer.
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Für die Installation der Fedora Server Edition siehe ARM Single Board Computer (SBC)Installation und Special: Single Board Computers. Für die IoT-Edition gibt es Referenz-Plattformen |
Installation von Fedora auf einem Raspberry Pi mithilfe des Fedora ARM-Installationsprogramms
Dieses Verfahren zeigt Fedora-Benutzern, wie sie Fedora ARM mithilfe des Fedora ARM-Installers auf eine microSD-Karte für die Verwendung mit einem Raspberry Pi hinzufügen können.
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Ein unterstützter Raspberry Pi
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Eine microSD-Karte (16 GB oder größer).
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Ein Rechner, auf dem Fedora 28 oder neuer läuft.
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SD-Karte-Leser.
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Ein Fedora ARM aarch64-Abbild, z.B. Workstation oder Server, von: https://fedoraproject.org/
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Laden Sie ein Fedora ARM-Abbild von der Fedora-Webseite herunter
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Die Integrität des Downloads überprüfen curl https://getfedora.org/static/fedora.gpg | gpg --import gpg --verify-files *-CHECKSUM sha256sum -c *-CHECKSUM
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Installieren Sie den
arm-image-installer:$ sudo dnf install -y arm-image-installer -
Schreiben Sie als Root-Benutzer das Fedora ARM-Abbild auf die microSD-Karte:
$ sudo arm-image-installer \ --image=</path/to/fedora_image> \ --target=<RPi_Version> \ --media=/dev/__<sd_card_device> \ --resizefsWobei:
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Der Pfad
</path/to/fedora_image>hat das FormatFedora-<spin><fedora_version>.aarch64.raw.xz.-
Zum Beispiel:
/home/user/Downloads/Fedora-Server-38-1.6.raw.xz.
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<RPi_Version>ist:-
rpi2für einen Raspberry Pi 2. -
rpi3für einen Raspberry Pi 3.
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/dev/<sd_card_device>ist das microSD-Kartengerät in Ihrem System, z.B./dev/sdXoder/dev/mmcblkX. Der Befehllsblkkann Ihnen helfen, Ihre microSD-Karte zu identifizieren. -
--resizefs: Größe des Dateisystems ändern, um die gesamte SD-Karte zu belegen
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Um die Nutzungsoptionen für den
arm-image-installeranzuzeigen, führen Sie Folgendes aus:$ arm-image-installer --help -
Eine Liste der unterstützten Boards finden Sie in der Datei SUPPORTED-BOARDS.
$ cat /usr/share/doc/arm-image-installer/SUPPORTED-BOARDS
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Ihre microSD-Karte ist für die Verwendung mit Ihrem Raspberry Pi bereit.
Informationen zum Starten und Konfigurieren von Fedora auf dem Raspberry Pi finden Sie hier: Fedoraauf einem Raspberry Pi zum ersten Mal starten.
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Informationen zur Verwendung des Fedora ARM-Installers finden Sie unter: Fedora Wiki: Fedora auf Ihrem ARM-Gerät installieren.
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Hilfe und Unterstützung finden Sie hier:
Installation von Fedora auf einem Raspberry Pi für Linux-Benutzer
Diese Anleitung zeigt Linux-Benutzern, wie sie Fedora ARM auf eine microSD-Card kopieren können, um es mit einem Raspberry Pi zu verwenden.
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Ein unterstützter Raspberry Pi
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Eine microSD-Karte (16 GB oder größer).
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Ein Rechner, auf dem Linux läuft.
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Root-Benutzerzugriff (über
suodersudo). -
SD-Karte-Leser.
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Ein Fedora ARM aarch64-Abbild, z.B. Workstation oder Server, von: https://fedoraproject.org/.
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Laden Sie ein Fedora ARM-Abbild von der Fedora-Webseite herunter.
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Führen Sie folgenden Befehl aus, um das
.raw-Abbild zu extrahieren und auf Ihre microSD-Karte zu schreiben:Der Ort Ihrer microSD-Karte ist je nach Computerhardware entweder /dev/sdX oder /dev/mmcblkX. $ xzcat Fedora-ABBILDNAME.aarch64.raw.xz | sudo dd status=progress bs=4M of=/dev/XXX
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Um die Hauptpartition zu vergrößern oder zu verkleinern, führen Sie
partedaus und wählen Sie das Gerät aus.(parted) select /dev/sdX
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Prüfen Sie den nicht zugewiesenen Speicherplatz am Ende und passen Sie die Größe der Root-Partition an.
(parted) print free (parted) resizepart <Partitionsnummer> <Zielgröße>
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Vergrößern Sie den physischen LVM-Datenträger so, dass er den gesamten verfügbaren Speicherplatz ausnutzt. Damit dies funktioniert, müssen Sie alle darin enthaltenen logischen Datenträger deaktivieren.
# pvresize /dev/sdaX
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Erweitern Sie anschließend den logischen Datenträger, der dem Wurzelverzeichnis entspricht (
/dev/fedora_fedora/rootin diesem Beispiel).# lvextend -l +100%FREE /dev/fedora_fedora/root
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Zum Schluss wird das XFS-Dateisystem im logischen Datenträger (
/dev/mapper/fedora_fedora-rootin diesem Beispiel) vergrößert.# xfs_growfs -d /dev/mapper/fedora_fedora-root
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Alternativ können Sie
gpartedverwenden, um die Root-Partition auf der microSD-Karte zu vergrößern oder zu verkleinern:$ gparted /dev/XXX
Informationen zum Ändern der Partitionsgröße mit GParted finden Sie unter: GNOME Partitionseditor: GParted-Handbuch – Größe einer Partition ändern.
Die Root-Partition wird auf die kleinstmögliche Größe geschrumpft, um einen kleinen Download zu gewährleisten. Derzeit müssen Sie sie manuell vergrößern oder verkleinern. Idealerweise sollte dies automatisch erfolgen (eine tolle Idee für ein Community-Projekt!).
Ihre microSD-Karte ist für die Verwendung mit Ihrem Raspberry Pi bereit.
Informationen zum Starten und Konfigurieren von Fedora auf dem Raspberry Pi finden Sie hier: Fedoraauf einem Raspberry Pi zum ersten Mal starten.
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Informationen zur Verwendung von
gpartedfinden Sie unter: GNOME Partitionseditor: GParted-Handbuch. -
Hilfe und Unterstützung finden Sie hier:
Installation von Fedora auf einem Raspberry Pi für Microsoft Windows-Benutzer
Diese Anleitung zeigt Microsoft Windows-Benutzern, wie sie Fedora ARM auf eine microSD-Card kopieren können, um es mit einem Raspberry Pi zu verwenden.
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Ein unterstützter Raspberry Pi
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Eine microSD-Karte (16 GB oder größer).
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Ein Rechner, auf dem Microsoft Windows läuft.
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SD-Karte-Leser.
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Ein Fedora ARM aarch64-Abbild, z.B. Workstation oder Server, von: https://fedoraproject.org/.
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Dateidekomprimierungssoftware (z.B. 7zip).
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Laden Sie ein Fedora ARM-Abbild von der Fedora-Webseite herunter.
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Extrahieren Sie die
.raw-Datei aus dem Fedora ARM-Abbild mithilfe einer Dateidekomprimierungssoftware (z.B. 7zip).Zum Beispiel:
> "C:\Program Files\7-Zip\7z.exe" x -y "C:\Users\admin\Downloads\Fedora-Server-38-1.6.aarch64.raw.xz" -
Folgen Sie den Anweisungen der Raspberry Pi Foundation zum Schreiben eines Abbilds auf eine microSD-Karte unter Microsoft Windows: Raspberry Pi Foundation: Betriebssystem-Abbilder unter Mac OS installieren.
Die Dateiendungen
.imgund.rawwerden synonym für RAW-Dateien verwendet. Wenn in der Anleitung eine Eingabedatei mit der Endung.imgangegeben ist, verwenden Sie das Fedora-ARM-Image mit der Endung.raw.
Ihre microSD-Karte ist für die Verwendung mit Ihrem Raspberry Pi bereit.
Informationen zum Starten und Konfigurieren von Fedora auf dem Raspberry Pi finden Sie hier: Fedoraauf einem Raspberry Pi zum ersten Mal starten.
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Hilfe und Unterstützung finden Sie hier:
Installation von Fedora auf einem Raspberry Pi für macOS-Benutzer
Diese Anleitung zeigt macOS-Benutzern, wie sie Fedora ARM auf eine microSD-Card für die Verwendung mit einem Raspberry Pi hinzufügen können.
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Ein unterstützter Raspberry Pi
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Eine microSD-Karte (16 GB oder größer).
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Ein Rechner, auf dem macOS läuft.
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SD-Karte-Leser.
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Ein Fedora ARM aarch64-Abbild, z.B. Workstation oder Server, von: https://fedoraproject.org/.
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Software zur Dateidekomprimierung (z.B. Die Unarchiver-Desktopanwendung oder Die Unarchiver-Befehlszeilenwerkzeuge).
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Laden Sie ein Fedora ARM-Abbild von der Fedora-Webseite herunter..
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Extrahieren Sie die
.raw-Datei aus dem Fedora-ARM-Abbild mithilfe einer Dateidekomprimierungssoftware (z.B. The Unarchiver)Zum Beispiel:
$ unrar Fedora-Server-38-1.6.aarch64.raw.xz -
Folgen Sie den Anweisungen der Raspberry Pi Foundation zum Schreiben eines Abbilds auf eine microSD-Karte inn macOS: Raspberry Pi Foundation: Betriebssystem-Abbilder unter Mac OS installieren.
Die Dateiendungen
.imgund.rawwerden synonym für RAW-Dateien verwendet. Wenn in der Anleitung eine Eingabedatei mit der Endung.imgangegeben ist, verwenden Sie das Fedora-ARM-Image mit der Endung.raw.
Ihre microSD-Karte ist für die Verwendung mit Ihrem Raspberry Pi bereit.
Informationen zum Starten und Konfigurieren von Fedora auf dem Raspberry Pi finden Sie hier: Fedora auf einem Raspberry Pi zum ersten Mal starten.
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Hilfe und Unterstützung finden Sie hier:
Fedora zum ersten Mal auf einem Raspberry Pi starten
Folgen Sie diesen Schritten, um Fedora ARM auf Ihrem Raspberry Pi zu starten. Falls Ihre microSD-Karte nicht genügend Speicherplatz bietet, müssen Sie die Hauptpartition nach der Ersteinrichtung vergrößern. Siehe [Vergrößerung der Hauptpartition der microSD-Karte nach der Einrichtung].
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Raspberry Pi 3er-Serie, 4er-Serie oder Zero 2W.
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Ein Netzteil (Details dazu hier).
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Empfohlen für Raspberry Pi 3 Modell B und B+: 2,5 Ampere, Micro-USB.
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Empfohlen für Raspberry Pi 4 Modell B: 3 Ampere, USB-C.
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Empfohlen für Raspberry Pi Zero 2W: 2 Ampere, Micro-USB.
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HDMI-kompatibler Monitor oder Fernseher.
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Ein Micro-HDMI-auf-HDMI-Adapter(-kabel) für den Raspberry Pi 4B.
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Ein Mini-HDMI-zu-HDMI-Adapter/Kabel für den Raspberry Pi Zero 2W.
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Eine USB-Tastatur und eine USB-Maus.
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Ein Micro-USB-zu-USB-A-Adapter, gegebenenfalls mit einem USB-Hub, für den Raspberry Pi Zero 2W, da dieser nur über einen einzigen Micro-USB-Anschluss für Daten verfügt.
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Die microSD-Karte mit dem Fedora-Abbild darauf.
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Setzen Sie die SD-Karte in den Raspberry Pi ein.
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Schließen Sie Tastatur, Maus, Monitor und optional ein Netzwerkkabel an.
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Schließen Sie den Raspberry Pi an die Stromversorgung an. Der „Einrichtungsassistent“ sollte nach dem Laden von Fedora erscheinen.
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Folgen Sie dem Assistenten, um Ihre Sprache und Zeitzone einzustellen und Benutzer anzulegen.
Das System zeigt eine Anmeldeaufforderung oder eine Kurzanleitung an (abhängig von Ihrer Arbeitsumgebung/SPIN).
Führen Sie diese Schritte aus, um die Partitionen für Fedora ARM auf dem Raspberry Pi zu vergrößern/verkleinern:
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Vergrößern Sie die 4. Partition (in diesem Beispiel wird mmcblk0 verwendet).
$ growpart /dev/mmcblk0p4
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Ändern Sie die Größe der Root-Partition für das Server-Abbild (das xfs verwendet).
$ xfs_growfs -d /
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Hilfe und Unterstützung finden Sie hier:
Fedora auf dem Raspberry Pi: Häufig gestellte Fragen
Häufig gestellte Fragen zu dem, was unterstützt wird.
Warum erhalte ich einen Regenbogenbildschirm, wenn ich versuche, meinen Raspberry Pi einzuschalten?
Beim Startvorgang erscheint kurz ein Regenbogeneffekt, wenn die GPU-Firmware geladen wird. Sollte dieser jedoch anhalten, liegt wahrscheinlich ein Problem vor, das den Start des Raspberry Pi verhindert.
Häufige Ursachen für das Regenbogenphänomen sind:
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Unzureichende Stromversorgung. Siehe Voraussetzungen am Anfang dieses Dokuments.
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Es ist kein Betriebssystem installiert. Überprüfen Sie, ob ein Betriebssystem installiert wurde und die microSD-Karte korrekt in den Raspberry Pi eingesetzt ist. Anleitung zu Fedora ARM auf dem Raspberry Pi:
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Für Fedora-Benutzer, siehe: [installing-fedora-on-a-raspberry-pi-using-the-fedora-arm-installer].
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Für Benutzer anderer Linux-Distributionen, siehe: [installing-fedora-on-a-raspberry-pi-for-linux-users].
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Für Benutzer von Microsoft Windows, siehe: [installing-fedora-on-a-raspberry-pi-for-microsoft-windows-users].
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Für Benutzer von macOS, siehe: [installing-fedora-on-a-raspberry-pi-for-macos-users].
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Wenn Sie versuchen, Fedora auf einem Raspberry Pi 1, Raspberry Pi 2, Raspberry Pi Zero oder Raspberry Pi Modell A verwenden, erhalten Sie einen Regenbogenbildschirm. Dies liegt daran, dass Ihr Raspberry Pi nicht unterstützt wird (ARMv6- und ARMv7-SoC-Architekturen werden nicht unterstützt).
Welche Arbeitsumgebungen werden unterstützt?
Alle in Fedora enthaltenen Arbeitsumgebungen sollten funktionieren, und sowohl 2D- als auch 3D-Grafiken funktionieren sofort. Es gibt einen Open-Source-Treiber mit voller Beschleunigung für die Video Core IV GPU.
Wird es weitere Verbesserungen bei der Hardwareunterstützung geben?
Ja. Neue Verbesserungen werden über den Standard-Aktualisierungsmechanismus von Fedora bereitgestellt. Neue, wichtige Funktionen werden im Fedora Magazine oder auf Fedora Planet angekündigt.
Wie sieht es mit der Unterstützung für die Raspberry Pi Modelle A/A+, B/B+ (Generation 1), 2, Zero/ZeroW und Compute Module (Generation 1) aus?
Diese Modelle des Raspberry Pi werden nicht unterstützt.
Fedora wird auf ARMv6- oder ARMv7-Prozessoren nicht unterstützt. Es gab im Laufe der Jahre mehrere Versuche, diese zu unterstützen. Derzeit ist Pignus, basierend auf Fedora 23, der beste Ansatz für ARMv6. Weitere Informationen finden Sie auf der Pignus-Webseite. Da die Unterstützung für ARMv7 mit Fedora 37 eingestellt wurde, ist Fedora 36 wahrscheinlich die beste Option für den Raspberry Pi 2.
| Fedora unterstützt das Compute Module 3, das auf demselben SoC wie der Raspberry Pi 3 basiert, jedoch werden die Compute Module der vorherigen Generation, die auf der ARMv6-Architektur basieren, nicht unterstützt. |
Welche USB-Geräte werden vom Raspberry Pi unterstützt?
Die meisten USB2- und USB3-kompatiblen Geräte, die unter Fedora auf anderen Geräten unterstützt werden, sind ebenfalls kompatibel. Es gibt jedoch einige Einschränkungen beim USB-Bus der Raspberry Pi-Hardware vor dem Raspberry Pi 4, die hier dokumentiert sind.
Wird integriertes WLAN auf dem Raspberry Pi 3, 4 und Zero 2W unterstützt?
Die WLAN-Funktion der Raspberry Pi-Geräte der Serien 3, 4 und Zero 2W funktioniert sofort mit allen unterstützten Fedora-Versionen.
WLAN in der Befehlszeile verwenden
Um WLAN auf Minimal- und Server-Abbildern zu nutzen, können Sie das Gerät über die Befehlszeile konfigurieren:
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Verfügbare Netzwerke auflisten:
$ nmcli device wifi list
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Mit einem Netzwerk verbinden:
nmcli device wifi connect $SSID --ask
Dabei ist
$SSIDder Bezeichner des Netzwerks (oder dessen Name).
Wird die integrierte Bluetooth-Funktion beim Raspberry Pi 3, 4 und Zero 2W unterstützt?
Bluetooth funktioniert und ist stabil. Das Gerät verwendet gelegentlich eine generische Bluetooth-Adresse, sollte aber ohne Konfiguration funktionieren.
Funktioniert die Audioausgabe?
Fedora unterstützt den HDMI-Audioausgang, der analoge Anschluss wird jedoch noch nicht unterstützt. Die Audioausgabe über ein USB-Audiointerface sollte funktionieren.
Funktioniert die Zusatzkamera?
Derzeit nicht. Es wird weiterhin daran gearbeitet, die Upstream-Entwickler zu unterstützen und die entsprechende Medienbeschleunigung hinzuzufügen.
Funktioniert die beschleunigte Mediendekodierung?
Nein. Der Upstream-Kernel unterstützt die für die beschleunigte Mediendekodierung erforderlichen Kernel-Subsysteme nicht.
Funktioniert HDMI-CEC?
Ja. Ja,über die neue Upstream-CEC-Unterstützung. Es gibt ein zeichenorientiertes Gerät /dev/cec0, auf das mit jeder Anwendung zugegriffen werden kann, die die IR-Fernbedienung mit der rc-cec-Tastaturbelegung aus dem Paket v4l-utils unterstützt. Außerdem gibt es das Dienstprogramm cec-ctl für die Befehlszeile.
Wird das Raspberry Pi Touch-Display unterstützt?
Die Arbeiten am offiziellen Raspberry Pi Touch-Display laufen weiter. Erste Unterstützung ist im Kernel 4.10 enthalten, siehe: GitHub: raspberrypi/linux issues - 7" LCD touchscreen not supported). Fedora wird die fehlenden Komponenten für die Unterstützung in Kürze überprüfen. Der Touchscreen-Treiber ist noch nicht im Hauptprojekt veröffentlicht. Unterstützung für andere Displays ist derzeit nicht geplant.
Wird der Composite-TV-Ausgang unterstützt?
Der Composite-TV-Ausgang wird in einer stabilen Fedora-Version derzeit nicht unterstützt. Die grundlegende Unterstützung ist jedoch im Kernel 4.10 enthalten. Es fehlen noch einige Aktivierungspatches, die demnächst in den Fedora-Kernel integriert werden.
Werden die Erweiterungs-HATs unterstützt?
Die Erweiterungs-HATs werden derzeit nicht unterstützt.
Die ausführliche Antwort ist wesentlich komplexer. Die meisten Hardware-Schnittstellen, die über den 40-poligen HAT-Anschluss zugänglich sind, werden von den mit Fedora mitgelieferten Treibern unterstützt.
Treiber für die Hardware vieler gängiger HATs sind in Fedora ebenfalls aktiviert und werden unterstützt. Die grundlegende Unterstützung der HAT-Erweiterungskarten erfordert die Verwendung von Device-Tree-Overlays. Der Kernel und der U-Boot-Bootloader (Version 2016.09) unterstützen das manuelle Laden von Overlays. Derzeit besteht kein Konsens darüber, wie diese Overlays automatisch geladen werden können, beispielsweise durch einen „Overlay-Manager“ (auch bekannt als Cape Manager und unter zahlreichen anderen Namen), der die EEPROM-ID ausliest und das entsprechende Overlay automatisch lädt.
Es besteht auch kein Konsens über die Erweiterungen des dtc (Device Tree Compiler) zum Erstellen der binären Blob-Overlays und über das genaue Format der Overlay-Datei. Eine Gruppe arbeitet derzeit an der Lösung dieses Problems, wodurch Fedora in Kürze HATs (Raspberry Pi), Capes (BeagleBone), DIPs (C.H.I.P) und Mezzanine (96boards) besser unterstützen kann.
Der erste HAT, der unterstützt wird, ist der offizielle Raspberry Pi Sense HAT.Dies wird anhand des manuellen Prozesses zum Erstellen und Laden des Overlays dokumentiert, um Zugriff auf die Onboard-Geräte zu ermöglichen. Dies dient als Beispiel dafür, wie dieser Prozess für diejenigen funktioniert, die diese manuelle Methode vorübergehend nutzen möchten. Der Link zu dieser Dokumentation wird hier hinzugefügt, sobald sie fertiggestellt ist.
Verwendung von config.txt
Die Datei config.txt dient derzeit nur der grundlegenden Konfiguration. Aufgrund der Verwendung des Open-Source-GPU-Treibers vc4 wird der Großteil der Videokonfiguration von Linux übernommen.
Die Konfiguration von HATs mithilfe von config.txt wird nicht unterstützt, aber aktiv weiterentwickelt.
Werden „Device Tree Overlays“ unterstützt?
U-Boot und der Linux-Kernel bieten grundlegende Unterstützung für Overlays, ein Overlay-Manager wird jedoch upstream-seitig nicht unterstützt.
Wird GPIO unterstützt?
GPIO wird durch die Verwendung von libgpiod und zugehörigen Bindungen und Hilfsprogrammen unterstützt.
RPI.GPIO wird derzeit nicht unterstützt.
Gibt es aarch64-Unterstützung für den Raspberry Pi 3?
Ja! Sie können die aarch64-Disk-Abbilder für den Raspberry Pi 3 hier herunterladen.
Wie verwende ich die serielle Konsole?
Die serielle Konsole ist auf dem Raspberry Pi 2 und 3 standardmäßig deaktiviert, da sie eine deutlich langsamere Betriebsgeschwindigkeit des Geräts erfordert.
Um den USB-zu-TTL-Adapter anzuschließen, folgen Sie dieser Anleitung von Adafruit. Sie benötigen ein 3,3-Volt-USB-zu-TTL-Seriellkabel wie dieses von Adafruit.
Um die serielle Konsole zu aktivieren, befolgen Sie die spezifischen Schritte für den Raspberry Pi 2 oder 3, da sich diese geringfügig unterscheiden:
Raspberry Pi 2:
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Setzen Sie die microSD-Karte in einen PC ein
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Bearbeiten Sie auf der VFAT-Partition die Datei
config.txtund entfernen Sie die Kommentarzeichen vor der Zeileenable_uart:$ enable_uart=1
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Bearbeiten Sie auf der Boot-Partition die Datei
extlinux/extlinux.confund fügen Sie am Ende der append-Zeileconsole=tty0 console=ttyAMA0,115200hinzu, so dass sie etwa so aussieht:$ append ro root=UUID="LARGE UUID STRING OF TEXT" console=tty0 console=ttyAMA0,115200
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microSD-Karte sicher entfernen
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microSD-Karte in den Raspberry Pi einsetzen, serielle Konsole anschließen, einschalten
Raspberry Pi 3:
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Setzen Sie die microSD-Karte in einen PC ein
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Bearbeiten Sie auf der VFAT-Partition die Datei
config.txtund entfernen Sie die Kommentarzeichen vor der Zeileenable_uart:$ enable_uart=1
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Bearbeiten Sie auf der Boot-Partition die Datei
extlinux/extlinux.confund fügen Sie am Ende der append-Zeileconsole=tty0 console=ttyS0,115200hinzu, so dass sie etwa so aussieht:$ append ro root=UUID="LARGE UUID STRING OF TEXT" console=tty0 console=ttyS0,115200
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microSD-Karte sicher entfernen
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microSD-Karte in den Raspberry Pi einsetzen, serielle Konsole anschließen, einschalten
Weitere Ressourcen
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Die aktuellsten Informationen finden Sie auf der Raspberry Pi-Seite des Fedora-Wikis.
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Hardwarespezifikationen des Raspberry Pi und Projektideen finden Sie auf der Webseite der Raspberry Pi Foundation.
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Hilfe und Unterstützung finden Sie hier:
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